Durch Anbau rückt Schuluhr wieder in die Mitte

Im August soll sich entscheiden, ob das Geld für die geplante Haussanierung kommt. Wenn ja, dann wird gebaut bei laufendem Schulbetrieb.

Grünhain-Beierfeld.

Wer vor der Mittelschule in Beierfeld steht und sich das Gebäude ansieht, wird feststellen: Da stimmt was nicht. Wieso sitzt der kleine Turm mit der Schuluhr nicht in der Mitte des Daches?

Die Antwort ist einfach: "Es gab schon Anfang der 1960er-Jahre mal einen Anbau", weiß Bürgermeister Joachim Rudler (CDU). Damals wurde das Schulhaus in Richtung Pestalozzistraße erweitert. Nun ist ein Anbau in Richtung Frankstraße geplant. Damit werde dann auch die Symmetrie des Gebäudes wieder hergestellt. Geplante Kosten: Mehr als sieben Millionen Euro.


Die Planungen für dieses Projekt laufen seit 2010. "Ich denke, noch in diesem Monat wird sich entscheiden, ob wir das Geld bekommen. Die Baugenehmigung haben wir ja schon", so der 67-jährige Stadtchef, der selbst von "seinem letzten Großprojekt" spricht, das er für die Stadt und deren Zukunft umsetzen möchte. Notwendig werde der Anbau, weil für das alte Schulhaus dringend aktueller Brandschutz realisiert werden muss. "Brandschutz und Barrierefreiheit", sagt Rudler und erklärt, dass dies nur über einen Anbau möglich sei. Dieser soll einen zweiten Rettungsweg und ein Fahrstuhl beherbergen. Zudem werden Räume für die Unterrichtsvorbereitung geschaffen, heißt es. An eine klassische Kapazitätserweiterung der Einrichtung sei indes nicht gedacht.

"Finanziell wird das für die Stadt noch mal ein Kraftakt, zumal das Projekt seit 2011 mehrfach verändert werden mussten, mittlerweile die Baupreise gestiegen sind und die Förderung auf 60 Prozent gesunken ist", so Rudler. Aber Schule und Bildung sei die Basis für eine stabile Wirtschaftskraft.

Das Gesamtvorhaben wird zweigeteilt. Zunächst wird der Anbau errichtet. Während dieser Zeit findet der Unterricht in dem vom Bau unberührten Teil des Hauses statt. Erst wenn alles fertig ist, zieht der Schulbetrieb ins fertige Objekt. Danach beginnt die Sanierung im Altbestand. Gibt es jetzt grünes Licht fürs Geld, könnte im Spätherbst mit dem Fundament begonnen werden.

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