Ehrennadel würdigt Einsatz für Stadt

An verdienstvolle Bürger wird das Schwarzenberger Edelweiß verliehen. In diesem Jahr erhielten drei Männer die Auszeichnung.

Schwarzenberg.

"Wir sind ja alle Schwarzenberger. Da machen wir auch was dafür." Für diese Worte bekam Arnd Schubert am Montagabend im Ratskeller besonders viel Applaus. Schubert ist einer der drei Männer, die in diesem Jahr für ihre ehrenamtlichen Verdienste um die Stadt mit der silbernen Ehrennadel Schwarzenberger Edelweiß gewürdigt wurden. Dazu gehörte, dass sich Geehrte und Laudatoren ins Goldene Buch der Stadt eintrugen. Die letzte Ratssitzung im Jahreslauf bildete den Rahmen für den Festakt, den Luise Egermann und Thomas Baldauf musikalisch gestalteten.

Dass die Ausstellung "Vom ältesten Eisenhammer in die Moderne" als ein Glanzpunkt im sanierten Herrenhof Erla gilt, ist inhaltlich zu einem Großteil dem 1940 geborenen Helmut Stehlik zu verdanken. Seit rund 50 Jahren mit Schwarzenberg und dem Eisenwerk Erla verbunden, in dem er Leiter des Qualitätswesens war, beschäftigt er sich seit vielen Jahren intensiv mit der Betriebs-, dazu der Bergbau- und Heimatgeschichte. Unermüdlich hat er gesichtet, gesammelt, sortiert. "Mit innerer Begeisterung bewahre ich Geschichte für die, die nach uns kommen", sagt er und ist auch froh, dass Anfang der 1990er-Jahre die Eisenwerk-Geschäftsberichte ab 1946 nicht als "Müll" entsorgt wurden.

Arnd Schubert, Jahrgang 1949, ist seit Kindertagen für Bergbau und Geologie begeistert und wurde darin von Heimatfreund Hans Becher bestärkt. Als Diplom-Formgestalter bis 2014 beim "Bürstenmann" in Stützengrün tätig, beteiligte sich Schubert mit Erfolg auch am Logo-Wettbewerb zur Schwarzenberger 850-Jahr-Feier. Sein Hobby aber ließ ihn nie los, ob im Bergbauverein Gottes Geschick Vereinigt Feld oder bei den Mineralienfreunden Oberes Erzgebirge. Sein umfangreiches bergbauliches und mineralogisches Wissen stellt er der Stadt durch Zuarbeiten und Leihgaben für Sonderschauen, bei Projekten sowie beim Aufarbeiten der Mineralienbestände des Museums Perla Castrum zur Verfügung.

Obwohl Auer, hat Jörg Schale, der 1967 geboren wurde, eine spezielle, nämlich sagenhafte Verbindung zu Schwarzenberg: Seit 20 Jahren verkörpert er als Ritter Georg den Wappenhelden der Stadt. Es war Schales Idee, ein Jahr nach der Premiere des Burgfräuleins Edelweiß beim Altstadt- und Edelweißfest ergänzend die Symbolfigur des Heiligen Georg zum Leben zu erwecken und einen Menschen in die Ritterrüstung zu stecken. Er, der beruflich stets Neues im "Blick" hat, ging erst mal mit gutem Beispiel voran. Und er tut das - mit bisher sieben Fräuleins an seiner Seite - bis heute, auch wenn die vielen Auftritte bei Volksfesten, Messen und weiteren Anlässen zeitaufwendig und oft richtig anstrengend sind.

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