Ein Märchen - Made in Erz

Mit dem Streifen "Der Spielzeugprinz" begibt sich der Schwarzenberger Filmemacher Udo Neubert trotz heimischer Flur auf ungewohntes Terrain. Neuland mit sagenhaften Effekten.

Schwarzenberg.

Das Erzgebirge ist reich an Mythen und Legenden. Nun ist es aber auch Drehort für den ersten Märchenfilm, an den sich der Schwarzenberger Filmemacher Udo Neubert herangewagt hat. Ob der 40-minütige Streifen beim Publikum ankommt, wird allerdings erst nach der geplanten Premiere am 4. August im Naturtheater Schwarzenberg zu beurteilen sein.

"Bislang haben nur sehr wenige Leute den Film gesehene", sagt Udo Neubert, der die "Freie Presse" zu einer exklusiven Vorpremiere in sein Studio einlud. Der Raum wird verdunkelt, auf der großen Leinwand erscheint das Gesicht jenes Prinzen Albrecht zu Sänftenberg, um den sich die märchenhafte Geschichte dreht. Der Jüngling grinst breit über die Bildfläche und lässt seine Zahnspange blitzen. Schon in diesem Moment wird klar: Es ist ein Märchen, das die Zeit zurückdrehen will, aber im Heute spielt. Diese Mischung ist gewollt und amüsant miteinander verwoben, insbesondere im Wortwitz des Films.

Marc-Sebastian Gerisch, der den Prinz spielt, ist ebenso ein Kind des Erzgebirges wie alle anderen Darsteller. Das ist eines der Markenzeichen der Neubert-Filme, zu denen auch "Urlaub von Hartz IV" oder "Die Tannenbaumverschwörung" gehören. "Erstens könnte ich professionelle Schauspieler gar nicht bezahlen, zweitens will ich genau diese authentischen Typen", sagt der Filmemacher. Gedreht wurde nicht nur mit einheimischen Darstellern, sondern auch in der Region. "Wir haben aber mehrere Drehorte einbezogen", so Neubert. Über die Geschichte selbst soll im Vorfeld natürlich nicht all zu viel verraten werden: Prinz Albrecht, der kurz vor seiner Krönung zum König steht, plagt die Langeweile. Und er hat eine unstillbare Leidenschaft nach Spielzeug. Möglichst immer neue Spielzeuge möchte er besitzen. Sein Vormund und Berater Antoine, mit französischer Raffinesse verkörpert von Joel Marion, rät dem jungen Prinzen, doch zu einer Kur im allseits gelobten Spielzeugland. Süffisant rät er dem hochnäsigen, adligen Sprössling zudem, dabei gleich die Abkürzung über den unheimlichen Spiegelwald zu nehmen und angeblichen Gefahren zu trotzen. Tolle Spezialeffekte machen es märchenhaft.

Neubert stand für den Film nicht nur hinter, sondern selbst auch vor der Kamera. Er mimt den "Grinser", eine durchaus eigenwillige Gestalt, die allerdings dem Prinzen aus so mancher kniffligen Lage hilft. Wie es ausgeht? Sehen Sie selbst.

Die Premiere findet im Rahmen der Sommerfilmtage vom 3. bis 5. August im Naturtheater Schwarzenberg statt. Am 3. und 5. August läuft der Film "Boxhagener Platz".

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