Ein Meer aus Licht und Farben

15 Jahre Kirchweihe in Eibenstock waren Anlass für ein Konzert, das weit mehr als Musik bot. Auch fürs Auge gab es etwas.

Eibenstock.

Zur Nacht der erleuchteten Kirche in Eibenstock wird die Stadtkirche in ein Meer aus Licht und Farben getaucht. 150 Jahre Kirchweihe nahm man zum Anlass, nicht nur die Kirche in Szene zu setzen, sondern man hat auch eine ungewöhnliche Musik-Kombination zwischen Streichinstrument und Orgel gewagt und zusätzlich historische Bilder, Dokumente und selbst Filmmaterial, unter anderem ein authentischer Streifen von 1935, in die Show mit einbaut.

Für den musikalischen Part der 7. Auflage der Nacht der erleuchteten Kirche hat man mit Altenburgs Schlossorganist Dr. Felix Friedrich und den Musikern von Takayo wahre Meister ihres Fachs gewonnen. Tontechniker Phillip Meister sorgte im Vorfeld dafür, dass die Musik optimal beim Zuhörer ankommt, man auf allen Plätzen das gleiche Hörerlebnis hat, den gleichen Klang genießen kann und es keinen Zeitversatz gibt. Gut fünf Stunden hat das Einmessen der Technik gedauert: "Der Klang in einer Kirche ist optimal für Orgel und Chor. Die Anlage so zu optimieren, dass es auch für ein Konzert funktioniert, ist eine Herausforderung. Es wird alles Punkt für Punkt eingemessen und das dauert eben seine Zeit."

Ebenfalls zu beachten galt es, dass die Vorbereitungen in einer leeren Kirche stattfanden. Zum Konzert waren die Plätze mit Besuchern belegt. Meister erklärt: "Pro 100 Leute verändert sich die Lautstärke um 1 bis 2 Dezibel. Da sind Erfahrungswerte gefragt, wie man die Höhen und Bässe entsprechend anpasst." Enrico Oswald von der Laser Event Company stellt das Projekt jedes Jahr zusammen mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Eibenstock-Carlsfeld auf die Beine. Er verriet, dass die Orgel extra noch einmal frisch gestimmt wurde. Auch habe man lange geprobt, um die Übereinstimmung zwischen Orgel und Band hinzubekommen, unter anderem was den Titel "Am Fenster" von City angeht.

Bei den Besuchern ist das Gesamtwerk gut angekommen. Was das Licht angeht, so meint Barbara Lippold aus Eibenstock: "Es fühlt sich dadurch alles wärmer an und die Nüchternheit verschwindet." Hans-Christoph Mittag gehört zum Kirchenvorstand und hat bisher alle Veranstaltungen miterlebt. Was der 69-jährige Eibenstocker gut findet: "In so einem Gotteshaus soll die Verkündigung im Vordergrund stehen. Bei den Veranstaltungen versucht man immer den Bezug zum Geistlichen herzustellen durch die Musik und die Bilder." Beleuchtung und Farben vermitteln einen ganz anderen Eindruck von der Kirche, so Mittag, der die Nacht der erleuchteten Kirche als etwas Einmaliges sieht.

Ein Teil des Erlöses aus der Veranstaltung fließt in den Topf für die Kirchturmsanierung. Wie Enrico Oswald erklärt, sei man bei 2000 Euro, die für diesen Zweck zur Verfügung gestellt werden können dank auch von Sponsoren.

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