Ein Traum von Musik

500 Klassikfreunde und 1000 Rockfans auf der Waldbühne: Gänsehaut gab es nicht nur wegen der frischen Temperaturen.

Schwarzenberg.

Ein bisschen kurios hat es angemutet, dass nach intensiven, wochenlangen heißen Sommertagen und lauen Sommerabenden ausgerechnet zum Konzertprogramm "Ein Sommernachtstraum" auf der Waldbühne Schwarzenberg die Temperaturen am Freitagabend in den einstelligen Bereich zurückgegangen sind. All jene, die sich durchs Wetter haben abhalten lassen, haben etwas verpasst. Das Team der Event-Laser-Company aus Eibenstock zauberte gemeinsam mit den Fröhlichen Harmonika-Spatzen und der Erzgebirgischen Philharmonie Aue sowie mit den Solistinnen Susanne Müller-Kaden und Claudia Müller-Kretschmer ein Konzert auf die Bühne, das seinesgleichen suchte.

Bei "Waldbühne anders erleben" steht die Bühne vor den Zuschauertraversen, die ihrerseits zur Projektionsfläche werden, das Publikum sitzt im Bühnenbereich des Amphitheaters. Auf diese Weise wird das gigantische, 12.500 Menschen fassende Areal auch mit kleineren Projekten bespielbar.

Schon der Auftritt der "Vorgruppe", die Harmonika-Spatzen, ließen die etwa 500 Zuschauer begeistert applaudieren. Der Auftritt von Sven Kehrer, der einen Joe-Cocker-Titel zum Besten gab, war im halbstündigen Programm der Harmonika-Spatzen unter der Leitung von Petra Bretschneider der Glanzpunkt schlechthin. Ganz im Stil des Altmeisters gestikulierte er kantig mit Armen und Händen und überzeugte mit markanter Reibeisenstimme.

Aber auch alle anderen Solisten des Akkordeon-Orchesters verdienen ein Lob. Sie meisterten die Aufgabe mit Bravour. "Das Konzert war etwas Besonderes - ein besonderes Ambiente und eine sehr gute Akustik", sagte Katja Süß, die es nicht schlimm fand, dass die ersten Stuhlreihen leer blieben. "Ich mag es sogar, wenn die Gäste nicht ganz nah dransitzen", so die Sängerin.

Die Philharmonie unter der Leitung von Naoshi Takahashi bot feinste musikalische Kost. Die Laser- show setzte den wunderbaren Interpretationen bekannter klassischer Werke die Krone auf. Wer dachte, das könne nicht gesteigert werden, der musste sich bei der Feuerwerksmusik mit passendem Barockfeuerwerk eines Besseren belehren lassen. Gänsehaut war vorprogrammiert, nicht nur aufgrund der niedrigen Temperaturen. Am Samstagabend wollten dann 1000 Besucher Invisible Touch- The Best of Genesis und Phil Collins und die Peter-Maffay-Show mit Steven Gärtner erleben.

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