Emmlertaler würdigt Einsatz im Ehrenamt

Von Engagement weit über den eigenen Beruf hinaus lebt die Gesellschaft. In Raschau-Markersbach gibt es davon reichlich.

Raschau-Markersbach.

Drei Bürger sind beim Neujahrsempfang des Bürgermeisters von Raschau-Markersbach mit dem Ehrenamtspreis Emmlertaler geehrt worden: Werner Weigel, Annemarie Schuster und Reiner Schreier.

Dass es in Markersbach von 1978 bis 1993 eine eigene Kaninchenzuchtanlage für Nachwuchszüchter gab, ist Werner Weigel zu verdanken. "Er war Vorreiter für eine Jugendgruppe, die in ihrer Art einmalig war", sagte André Micklich in seiner Laudatio zur Verleihung. 1969 war Kaninchenzüchter Werner Weigel dem Zuchtverein seines Heimatortes beigetreten. Seit 1978 ist er Vorstandsmitglied und seit 1991 Vorsitzender. Damit aber nicht genug, der Markersbacher Landwirt engagiert sich auch im Kreisverband Aue-Schwarzenberg, dessen Chef er seit 2011 ist.

Micklich lobte Weigels Engagement. "Er war Ideengeber für die Mittweidatalschau, organisierte das Bundesjugendlager in Schlettau und wird sich auch in die Organisation 2020 in Schneeberg einbringen", so Micklich. Letztendlich sei es auch Weigels Verdienst, dass es in den Reihen des Markersbacher Vereins Bundessieger und Bundesjugendsieger gibt.

"Streitbar, aber nie streitsüchtig" sei Annemarie Schuster, die Vorsitzende des Erzgebirgszweigvereins (EZV) Raschau, so sagte es Laudatorin Christina Seidenglanz. Seit 2001 gehört Schuster dem EZV an und hat 2014 dort die Verantwortung als Vorsitzende übernommen. Schuster, die seit 23 Jahren Sekretärin der Jenaplanschule ist, sorge mit viel Enthusiasmus dafür, dass es regelmäßige Treffen im Verein gibt. "Sie lässt sich immer wieder Köstlichkeiten für die Veranstaltungen einfallen", so Seidenglanz. Zu ihren besonderen Steckenpferden gehöre die Pflege der Kommunalpartnerschaften. Ein Markenzeichen seien die Trachten des Vereins. "Wir tragen sie zu besonderen Anlässen", so Schuster. Sie seien an die Trachten von Barbara Uthmann angelehnt und sind mit Klöppelspitze verziert.

In vielfältiger Art und Weise hat sich Reiner Schreier in seinem Wahlheimatort Langenberg verdient gemacht. In erzgebirgischer Mundart und ohne zunächst den Namen des Auszuzeichnenden zu nennen, würdigte Steffen Süß die Leistungen des 60-Jährigen.

1970 habe er ihn auf dem Bahnhof in Schwarzenberg kennengelernt, damals fuhren beide ins Ferienlager an die Ostsee. Im Jahr 1986 habe die Liebe den Elterleiner nach Langenberg verschlagen. Dort habe er eine Familie gegründet und ein Haus gebaut. Von 1994 bis 2010 war Schreier Jugendleiter bei Blau-Weiß Langenberg und kümmerte sich um den Fußballnachwuchs. Seit 1997 ist er zudem Wanderleiter. Auch rund um die Jahrfeier des Ortes habe er sich intensiv engagiert. Schreier sei im Ortsverein Webmaster, Fotograf, Berichterstatter und Moderator.

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