Erkundung läuft bis Ende dieses Jahres

Weitere Vorbereitungen für das Erzbergwerk Pöhla

Pöhla.

Der Erkundungsschacht, den die Saxony Minerals & Exploration AG (SME) im Luchsbachtal bei Pöhla niederbringen lässt, soll bis Ende April die vorgesehene Tiefe von 175 Metern erreicht haben. Das sagte Klaus Grund, SME-Vorstand für Planung, Technologie und Strategie, in der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Pöhla. Durch den Schacht kann das Erzlager 4 des künftigen Erzbergwerks Pöhla angefahren werden. Dem Lager sollen 3000 Tonnen Wolframerz entnommen und für die Pilotaufbereitungsanlage in Mittweida bereitgestellt werden. Aus der Simulation des künftigen Aufbereitungsprozesses zieht SME Rückschlüsse fürs Projektieren der großen Aufbereitungsanlage, die im Luchsbachtal für den Regelbetrieb des Bergwerkes entstehen soll.

2020 ist das sogenannte Planfeststellungsverfahren zu erwarten. "Bevor das erste Roherz gefördert wird, investiert SME einen zweistelligen Millionenbetrag", so der Vorstand. Voraussichtlich bis Ende dieses Jahres dauert laut Grund der Erkundungsbergbau. Der Übertagebereich am Erkundungsschacht, der etwa 600 Meter vom künftigen SME-Firmengelände entfernt ist, soll nach der Erkundung bis auf eine 400 Quadratmeter große Restfläche zurückgebaut werden. Der 175 Meter tiefe Probeschurf mit drei Metern Innendurchmesser dient später dem Erzbergwerk als Wetterschacht und unabhängiger zweiter Fluchtweg. "Wir saugen dort Frischluft an. Da sind also keine Schwaden in Richtung Ort zu befürchten", sagte das SME-Vorstandsmitglied. "Die Abluft kommt oben im Betriebsgelände raus." Dass Grubenlüfter untertage installiert werden, dass Vorbrechung und Vorsortierung untertage erfolgen, trage dazu bei, die Lärmbelastungen übertage möglichst gering zu halten. (stl)

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