Erzgebirger engagieren sich für herrenlose Hunde in Serbien

Tierschutz ist sehr vielseitig. Mit dem neu gegründeten Verein "Better Life 4 Paws", das übersetzt "Besseres Leben für Pfoten" bedeutet, soll vor allem den Straßenhunden in Serbien ein besseres Leben ermöglicht werden.

Schneeberg.

In vielen südosteuropäischen Ländern gehören herrenlose, streunende Hunde zum alltäglichen Straßenbild. Was diesen Vierbeinern in ihrem Leben widerfährt, kann eine Gruppe von Erzgebirgern nicht länger ertragen. Deshalb engagieren sie sich im Verein "Better Life 4 Paws" - das übersetzt "Besseres Leben für Pfoten" bedeutet - für den Tierschutz. Gegründet wurde er von Felix Scholz, Julia Friedel und Barbara Szöke.

Kennengelernt haben sich die Drei über einen rumänischen Tierschutzverein, dem sie einige Jahre angehörten. "Zahlreiche Mitglieder dieses Vereins stammen aus Deutschland. Wir wollten jedoch auch gern etwas auf regionaler Ebene auf die Beine stellen", erzählt Julia Friedel. Sie schlug deshalb vor, einen eigenen Tierschutzverein zu gründen. Mit Infoveranstaltungen und Demonstrationen soll mit "Better Life 4 Paws" auch das Bewusstsein in der hiesigen Bevölkerung geweckt werden, allgemein mehr für den Tierschutz zu tun. "Jeder sollte sich einmal fragen, wie Tiere leben, wenn ein Steak in der Kaufhalle nur 99 Cent kostet", verdeutlicht Felix Scholz seinen Standpunkt.

Besonders aktiv möchte "Better Life 4 Paws" in Serbien werden. "Dort gibt es nur wenige Tierschutzvereine", berichtet Felix Scholz und ergänzt: "Vielen Hunden geht es dort sehr schlecht. Es gibt unzählige Straßenhunde und sogar Tötungsstationen."

Über einen Facebookaufruf erfuhren die Mitglieder vom Verein Lajka, der sich um die Vermittlung von Straßenhunden in Serbien kümmert. "Außerdem nimmt sich dieser Verein der medizinischen Versorgung sowie der Kastration der Tiere an, um das dortige Problem der Straßenhunde in den Griff zu bekommen", so der 21-Jährige aus Sehma.

"Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dieses Projekt bei seiner Arbeit zu unterstützen", sagt Julia Friedel. Die 21-jährige Schneebergerin erläutert, wie das in diesem Fall konkret aussieht: "Unsere Vereinsmitglieder sind beispielsweise auf der Suche nach geeigneten Grundstücken samt Zwinger für die vorübergehende Unterbringung der Tiere." Um das nötige Geld aufzubringen, will sich der junge Verein unter anderem auch an Flohmärkten beteiligen. "Der Nächste findet am 15. September in der Messe Chemnitz statt", sagt Barbara Szöke. Weiterhin bietet der Verein auch Patenschaften für serbische Hunde an. "Außerdem möchten wir ein Sommerfest veranstalten und nehmen jederzeit gern Sachspenden entgegen", so die 62-jährige Chemnitzerin weiter.

Derzeit besitzt "Better Life 4 Paws" bereits 15 Mitglieder. Diese engagieren sich nicht nur im Ausland, sondern helfen auch Tierheimen in der Region, zum Beispiel durch Arbeitseinsätze oder Futterspenden. Dennoch bleiben die serbischen Straßenhunde aktuell ein Hauptaugenmerk des Vereins. "In der ersten Septemberwoche fahren wir selbst nach Serbien, um Sachspenden hinzuschaffen und Grundstücke zu finden", sagt Julia Friedel. Für die Zukunft nehmen sie sich sogar vor, vierteljährlich nach Serbien zu fahren.

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