Festival zeigt, was Schüler mögen

Ganztagsangebote an der Jenaplanschule in Markersbach fördern junge Talente. Höhepunkt war eine Musicalaufführung.

Raschau-Markersbach.

Felicitas Kunterbunt ist eine illustre Mischung aus Bibbi Blocksberg, Pippi Langstrumpf und ein bisschen schrille Prinzessin. Allerdings finden sie nicht alle gut, weil sie doch so anders ist, als all die Puppen und Kuscheltiere, die in der Spielzeugtruhe wohnen, in der auch Felicitas plötzlich auftaucht. Natürlich unternimmt Felicitas alles, um neue Freunde zu finden. Doch das stellt sich als echte Herausforderung heraus, weil in der Spielzeugtruhe unter anderem Missgunst, Arroganz und Angst vorherrschen.

Doch Felicitas Kunterbunt hat Glück: Der große Zauberer Rabador greift beherzt ins Geschehen ein. Er versperrt die Truhe mit einem magischen Zauberschloss - und damit beginnt das Abenteuer. Denn der Schlüssel, mit dem sich das Zauberschloss öffnen lässt, liegt sich nicht im Kinderzimmer. Um ihn zu finden muss sich Felicitas gemeinsam mit einem Detektiv und der Unterstützung eines Zauberbuchs auf die Reise begeben. Ihre ungewöhnliche Tour führt sie über alle Kontinente.

Das unterhaltsame und witzige Kindermusical war am gestrigen späten Nachmittag der Höhepunkt des GTA-Festivals im Kaiserhof von Markersbach, mit dem die Jenaplanschüler ihr umfangreiches Ganztagsangebot (GTA) vorstellten.

"Alleine hätte es die Theaterkiste gar nicht geschafft", sagte Katja Stüdemann nach dem der tosende Beifall verklungen war. Deshalb holte man sich Unterstützung von den Sängern und auch vom Videoclub. Die Idee ein Kindermusical aufzuführen, sei bereits am Ende des vergangenen Schuljahres geboren worden, so Stüdemann. Mit Beginn des aktuellen Schuljahres begann dann die Suche nach einem geeigneten Stück und ziemlich schnell dann auch die Probearbeit. Mit Felicitas Kunterbunt traf man den Nerv der Kinder, denn sie alle waren konzentriert bei der Sache. Richtig tolle, liebevolle Kostüme und die herrliche Musik des Stücks setzten der Aufführung das i-Tüpfelchen auf.

"Wir haben aber nicht nur solch kreative Angebote an der Schule", sagt Karin Drechsel, Vorsitzende der Steuergruppe, und zählt zudem auf: "Beispielsweise haben wir Förderkurse in Mathematik und Englisch. Dann gibt es auch handwerkliche Kurse wie Schnitzen oder auch Angebote unter freiem Himmel wie unsere Schulgarten AG."

Das Festival sei eine gute Möglichkeit, die breite Vielfalt der nachmittäglichen Beschäftigungen, aus denen die Schüler frei wählen können, zu zeigen. Deshalb gab es nach der Aufführung des Musicals im Kaiserhof auch noch die Gelegenheit, im Schulgebäude verschiedene Ausstellungen zu besuchen, in denen andere AGs ihre Ergebnisse präsentierten. "Wir wollen zeigen, dass Ganztagsangebote von einer Schule nicht wegzudenken sind", sagt Drechsel. "Sie bereichern ungemein den Schulalltag." Dafür lohne sich der Aufwand, den Lehrerkollegen in die Vorbereitung und die Nachbereitung der zweistündigen AGs stecken. "Für die Grundschule haben wir GTA als freiwilliges Nachmittagsangebot", so Drechsel: "Bei den Großen gehen wir schon davon aus, dass die Schüler der Klassen vier bis neun zumindest eins dieser Angebote wahrnehmen." Zu den besonders stark frequentierten AGs gehören die Theaterkiste und die Robotik, die ja bereits mehrfach erfolgreich an Wettbewerben teilgenommen haben. Auch die Förderangebote werden ebenfalls gut genutzt.

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