Feuerwehr unterstützt Sommerschau

Naturmarkt und Kleintierschau lockten am Samstag an die Jagdschlossruine in Breitenbrunn. Die Organisatoren waren zufrieden.

Breitenbrunn.

Annette Lein schaut sich die Äpfel am Stand von Gartenbau Lorenz aus Lugau ganz genau an. Der Gartenbaubetrieb war am Samstag beim Naturmarkt an der Jagdschlossruine in Breitenbrunn vertreten. Giso Lorenz erklärt ihr, dass es sich um eine alte Sorte handelt und fügt hinzu: "Die sind bei Allergikern sehr beliebt. Die Äpfel kommen genauso wie die Pflaumen aus dem Oderbruch."

Immer wieder hört Giso Lorenz, dass Allergiker die neuen Sorten nicht vertragen und deshalb ganz bewusst auf die "alten" Äpfel, die es schon früher gab, zurückgreifen. "Wir achten auf die Nachhaltigkeit von Produkten und schätzen den ökologischen Anbau, weil die Produkte einfach besser sind", erklärt Annette Lein. Ihr Mann Sebastian fügt hinzu: "Es ist einfach ein Vorteil, wenn die Sachen nicht erst um den halben Erdball geflogen werden." Da seine Frau Ernährungsberaterin ist, wissen die Leins aus Wilkau-Haßlau, die den Naturmarkt Breitenbrunn eher zufällig entdeckt haben, genau, worauf sie achten müssen. "Für so einen kleinen Ort ist es ein sehr gelungener Markt", sagen sie.


Neu war dieses Mal der Stand der Firma Müller Wildhandel und Wildfleischer aus Burgstädt. "Wir hatten noch einen freien Termin und wollten es mal ausprobieren. Wir machen viele Naturmärkte und Bergwiesenfeste mit", sagt Uwe Müller. Da die Sau, die an seinem Stand über einem offenen Feuer brutzelte, schon gegen Mittag halb aufgegessen war, zeigte sich Müller sehr zufrieden. "Etwa 40 Prozent der Kunden haben auch Fleisch und Bratwurst für zuhause zum selbst grillen mitgenommen", so der Wildfleischer, der die Teilnahme in Breitenbrunn als Werbung sah. Denn die Saison beginne erst so richtig im Herbst.

Katja Herkommer aus Schwarzenberg wurde durch ihre Eltern, die in Breitenbrunn zu Hause sind, auf den Naturmarkt aufmerksam gemacht. "Wir wohnen zwar auf dem Land, aber solche Märkte gibt es doch eher selten und dann sind sie oft auch noch zu Zeiten, in denen die meisten Menschen arbeiten müssen." Die Schwarzenbergerin kaufte Obst, Gemüse und Gewürze und ein paar Sachen fürs eigene Kräuterbeet. "Das Angebot ist gut, wenngleich ich mir noch ein paar mehr Produkte wünschen würde." Mit zwölf Händlern sei der Markt ähnlich stark aufgestellt wie in vorangegangenen Jahren, meint Kerstin Brabant vom Landschaftspflegeverband Westerzgebirge, der diesen organisiert. "Auch von den Kunden wird er immer gut angenommen", sagt sie.

Parallel zum Naturmarkt hatten die ortsansässigen Kleintierzüchter zu ihrer Sommerschau eingeladen. 46 Kaninchen, vier Wassergeflügel und 29 Hühner konnten bestaunt werden. Erneut hatten sich die Breitenbrunner Gastaussteller eingeladen. Vereinschef Sven Bleyl schätzt ein: "Es ist bisher ein sehr gutes Zuchtjahr. Es gab keine großen Probleme und auch keine Krankheiten." Allerdings weiß Bleyl auch, dass der Großteil der Züchter mittlerweile seine Tiere impfen lässt. "Das ist auch vernünftig", findet Züchter Werner Böhm. Erstmals haben die Kleintierzüchter auf eine Abendveranstaltung verzichtet. Das liegt nach Auskunft des Vereins daran, dass von der Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) im vergangenen Jahr zu viel an Gebühren verlangt wurde. Dafür wurden sie bei ihrer Sommerschau von der Feuerwehr und dem Kinderschutzbund unterstützt. So konnten sich die Knirpse im Rutschauto-Wettbewerb spannende Rennen liefern und mit der Wasserspritze einige Gaudi erleben. Kinderschminken und Bastelstraße rundeten das Angebot ab.

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