Feuerwehrleute kontrollieren Löschteiche

Durch die Trockenheit müssen die Wehren öfter zu Bränden ausrücken. Deshalb wird geprüft, ob überall das Wasser reicht.

Schwarzenberg/Grünhain-Beierfeld.

Anhaltende Hitze und Trockenheit machen den Feuerwehren derzeit viel Arbeit. Die Einsatzkräfte müssen nicht nur fast täglich zu brennenden Feldern, Wiesen oder Wäldern ausrücken. Die Kameraden müssen zudem auch den Füllstand der Löschteiche im Blick behalten.

Bislang bereitet die Trockenheit in diesem Bereich noch keine Sorgen. Der Schwarzenberger Stadtwehrleiter Lars Wagner gibt Entwarnung: "Sie sind noch gut gefüllt. Mir ist nicht bekannt, dass es irgendwo Probleme gibt. Allerdings ist derZufluss mittlerweile eingeschränkt." Obwohl es im gesamten Stadtgebiet ein gutes Hydrantensystem gibt, würden die Kameraden im Ernstfall vor allem in den Ortsteilen Bermsgrün, Crandorf und Grünstädtel auch auf das Wasser aus den Teichen zurückgreifen.

"Das hat etwas mit der Durchlaufmenge am Hydranten zu tun", erklärt Wagner. "Die Löschteiche sind eine gute Verstärkung." Er verweist darauf, dass das gut ausgebaute Hydrantennetz nicht den Feuerwehren gehört, sondern den zuständigen Wasserversorgern. In der hiesigen Region ist das der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW). "Wir als freiwillige Feuerwehr haben ein gutes Miteinander mit diesem Verband."

Ähnlich positive Nachrichten kommen in Sachen Löschteiche aus Grünhain-Beierfeld. Auch der dortige Stadtwehrleiter Matthias Müller weiß, dass diese - gerade in Grünhain - nach wie vor genügend Wasser haben. Auch in den Wäldern ringsum gebe es beim Forst einzelne Teiche, die man im Notfall mit nutzen könne. In Waschleithe führe der Oswaldbach derzeit zwar nur noch wenig Wasser, aber das könnte bei Bedarf sehr schnell und unkompliziert angestaut werden.

Beide Feuerwehrchefs verweisen aber auch auf die Verantwortung, die aktuell jeder Einzelne in Sachen Brandschutz habe. Eine offene Feuerstelle im Wald oder am Waldrand sei momentan absolut tabu.

"Selbst das achtlose Wegwerfen eines Zigarettenstummels kann verheerende Folgen haben", so Matthias Müller. Damit sei auch das Werfen der Zigarette aus dem Auto gemeint. Denn der Waldboden sei besonders gefährdet. "Er ist ausgetrocknet", so Matthias Müller.

Beim Thema Waldbrände, wie es sie in Griechenland oder in der vergangenen Woche auch bei Potsdam gab, sei Panik nicht angebracht, sagt Müller. "Im Erzgebirge haben wir zum Glück eine andere Struktur des Waldes." Beispielsweise würden Fichten deutlich weniger harzen als Kiefern, die dadurch brandgefährlicher seien. Trotzdem sei Vorsicht geboten: Selbst das auf einem Waldboden oder einer Wiese geparkte Auto könnte ein Feuer auslösen. Dazu Lars Wagner: "Der Auspuff ist so heiß, der Boden so trocken - das kann verhängnisvoll sein."

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