Flurstück am Hochhaus ist für Parkplatz im Gespräch

Gemeinde Breitenbrunn muss Fläche in Erlabrunn öffentlich ausschreiben

Erlabrunn.

Mit dem Hochhaus in Erlabrunn und rund um den Zehngeschosser herum soll ein moderner Wohnpark entstehen, der Wohnen in jedem Alter ermöglicht. Diese Pläne treibt Andreas Zehnder aus Hamburg, der neue Eigentümer der Immobilie, voran. Und er stößt dabei auf sehr viel Interesse. Nun benötigt Zehnder für seine Mieter 15 Parkstellflächen. Die aber sind rar in Erlabrunn, erst recht im Umfeld des Hochhauses. Weil auf dem Grundstück selbst kein Platz mehr ist für 15 Stellplätze, machte die Gemeinde Breitenbrunn ein Angebot: Sie würde für diesen Zweck eine 1000 Quadratmeter große Teilfläche hinter dem Hochhaus verkaufen. Das Flurstück muss aber - darauf wies die Kommunalaufsicht hin - öffentlich ausgeschrieben werden. Einen entsprechenden Beschluss fassten am Dienstagabend die Gemeinderäte. Der Verkauf erfolgt zum Höchstgebot, doch mindestens zum Verkehrswert in Höhe von 9500 Euro.

Die Kommune ist erst seit 2002 Eigentümerin jenes Flurstücks, das sie seinerzeit vom Freistaat Sachsen erwarb. Um nun einen realistischen Mindestpreis für den Verkauf beziehungsweise für die Ausschreibung festlegen zu können, hatte sich die Gemeinde an den Gutachterausschuss des Landratsamtes gewandt, um Klarheit zum Bodenrichtwert zu bekommen. Zwar sei die gegenwärtige Nutzungsart dieser Teilfläche Ackerland, doch beim Verkauf müsse sich die Gemeinde am dortigen Bauvorhaben orientieren. Der geplante Parkplatz bedeute eine andere Nutzungsart: werdendes Bauland. Und das ist deutlich teurer als Ackerland. Beim Bodenrichtwert zieht der Verkäufer als Ausgangswert den für das Hochhaus-Grundstück heran: 19 Euro je Quadratmeter. Da es sich bei der Zukaufsfläche aber um ein angrenzendes Flurstück handelt, das mit dem vorhandenen baulich nutzbar ist, wird nur die Hälfte des Richtwertes berechnet, das sind also 9,50 Euro. Angesichts der Grundstücksgröße von 1000 Quadratmetern kommt der Mindestverkaufspreis von 9500 Euro zustande.


Der Erlös, der beim Ausschreiben erzielt wird, fließt aber nur zu einem kleinen Teil in die Gemeindekasse. Denn die Kommune hatte sich beim Erwerb 2002 verpflichtet, im Falle einer Veräußerung den Mehrerlös an den Freistaat auszukehren - und zwar 90 Prozent des Kaufpreises.

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