Fundgrube, Hammerwerk und Gießerei als Medaillenmotive

Mit einer fünfteiligen Serie wollen Münzfreunde für den Welterbe-Status der Montanregion Erzgebirge werben. Nun ist die zweite Ausgabe erschienen. Sie würdigt den historischen Bergbau in einem Ortsteil von Schwarzenberg: Erla.

Schwarzenberg.

Der Verein der Freiberger Münzfreunde ist für die Herausgabe von anspruchsvollen Medaillen bekannt. Seit 1991 geben die Numismatiker jedes Jahr eine solche Prägung heraus, mit der sie an ein bedeutsames Jubiläum der Stadt oder der Region erinnern. Nun ist Teil 2 der Serie "Montanregion Erzgebirge" erschienen, die für den Welterbe-Status der Region werben soll. Die neue Medaille würdigt den historischen Bergbau und die Eisenverarbeitung im Schwarzenberger Ortsteil Erla und ist jetzt im Rathaus der Stadt präsentiert worden.

"Der Auftakt der Serie war dem ersten Silbererzfund vor 850 Jahren im heutigen Freiberger Stadtgebiet gewidmet", erklärte Udo Becker, der stellvertretende Vereinsvorsitzende. "Die dritte Ausgabe ist in Arbeit, hat 500 Jahre St. Joachimsthal, das heutige Jachymov, auf der böhmischer Seite des Erzgebirges zum Thema." Danach sollen runde Gründungsjubiläen der Städte Schneeberg und Marienberg gewürdigt werden.

Eine illustre Reihe bekannter Orte der Montanregion also. "Wir freuen uns, dass sich der Verein auch für den Bergbau am Rothen Berg, für das Hammerwerk und für die Eisengießerei in Erla als Medaillenmotive entschieden hat", sagte Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer. Sie lud Vertreter der Münzfreunde für den 11. Januar, 17 Uhr in den Herrenhof Erla ein, dessen Sanierung bis dahin weitgehend abgeschlossen sein soll. Interessenten können sich an jenem Tag - Motto: "Baustelle im Kerzenschein" - das Geschaffene ansehen. Und vielleicht die Medaille kaufen.

Die gibt es in zwei motivgleichen Materialvarianten: einmal in 999er-Silber zum Stückpreis von 130 Euro, einmal in Kaiserzinn mit Kupferstift für 30 Euro. Maximal 500 Exemplare jeder Variante werden geprägt. Der Entwurf stammt von Lothar Schumacher, die Herstellung obliegt der 1. Dresdner Medaillenmünze. Im Vergleich zu früheren Medaillen ist der Durchmesser auf 50,3 Millimeter vergrößert, um so mehr Fläche für die Darstellungen zu haben. Auf der Vorderseite der Erla-Edition sind die Fundgrube St. Johannes und die Eisengießerei zu sehen, wie sie vor etwa 180 Jahren aussahen. Die Rückseite nimmt Bezug auf den Erlaer Eisenhammer, die verwendete Vorlage ist aber einem 1698 in Regenburg gedruckten Buch entnommen.

Zu haben ist die neue Prägung ab sofort in der städtischen Touristinformation am Oberen Tor in Schwarzenberg sowie im Besucherbergwerk Zinnkammern in Pöhla.

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