Gänsehaut dank Hits aus Ost und West

In Schwarzenberg traf nicht nur Ostrock auf Klassik. Auch mit Alphaville und Fancy konnten Besucher die Waldbühne anders erleben.

Schwarzenberg.

Freitagabend im Rockelmannpark: Musik der Puhdys durchdringt die Dunkelheit. Denn auf der Waldbühne stehen an diesem Abend die Zonenrocker. Sie werden durch die Erzgebirgische Philharmonie Aue unterstützt. Denn das musikalische Projekt, dass sich momentan auf Deutschland-Tournee begeben hat, heißt Ostrock meets Classics.

Die LEC GmbH aus Eibenstock hat auch im fünften Jahr mit dem Angebot "Waldbühne anders erleben" einen Nerv des Publikums getroffen. Dafür wird die Bühne zum Zuschauerbereich, die Traversen für die Laser-Fachleute zur Spielfläche. Als Ute Freudenbergs Jugendliebe erklingt, wird es ruhig. Auf den Zuschauertraversen flammen Herzen auf. Sie untermauern das auf der Bühne Gesungene. Die Nacht ist kühl, die meisten Gäste stehen bereits und haben sich ihre Jacken angezogen.


Der besondere Gast des Konzerts ist Quaster, ehemaliger Sänger und Gitarrist der Puhdys. Die Zuschauer feiern ihn euphorisch. Das Grölen wird noch lauter als die ersten markanten Töne des Albatros erklingen. Es ist ein Hit, den alle im Publikum kennen. In dieser Interpretation wirkt er schon fast wie eine Sinfonie. Ein Osthit folgt dem nächsten. Zonenrocker aber covern nicht, sondern drücken jedem Titel ihren eigenen Stempel auf. Als zum Schluss "Als ich fortging" erklingt, lassen die Mitarbeiter der LEC GmbH mit Laser und Licht Wolken über die Waldbühne ziehen. Ein traumhafter Effekt, bei dem die Gänsehaut nicht durch die Kühle der Nacht entsteht.

Einen Abend später - gleicher Ort. Die Temperaturen sind deutlich milder. Das Publikum wirkt etwas jünger. Deutlich mehr Handys werden gezückt, um das Konzert zu filmen oder auch einfach nur ein tolles Foto der bekannten Band zu erhalten. Marian Gold ein kräftiger Typ mit pechschwarzen Haaren und pechschwarzem Bart steht auf der Bühne. Es ist der Frontmann von Alphaville - zuvor sang bereits Fancy. "35 Jahre gibt es Alphaville schon", ruft Gold seinen Fans zu. Sie spenden starken Beifall. "Big in Japan" singen sie. Und Marian Gold macht sich nach dem Titel Luft. Er kritisiert den Umgang mit der Natur und weißt darauf hin, dass wir eine Nation sind. "Jet set" singt er mit kraftvoller Stimme. Auf der Leinwand flackern immer andere Bilder auf. Alphaville servieren den Gästen ein Hitfeuerwerk. "Summer in Berlin" gehört genauso dazu wie zum Schluss "Forever Young".

Das dreitägige Konzertprogramm auf der Waldbühne wurde am Sonntag durch ein Familienfest beendet. Mit dem Peter-Pan-Musical und in Kooperation mit den Stadtwerken Schwarzenberg begeisterte LEC Groß und Klein. Am Abschlusstag von "Waldbühne anders erleben" war der Eintritt sogar kostenlos.

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