Gastronom wird erster Speckfettkönig

Auf dem Schwarzenberger Weihnachtsmarkt gab es diese Woche eine Premiere: Eine Jury verkostete Speckfett. Aber auch darüber hinaus gibt es viele kulinarische Highlights zu entdecken.

Schwarzenberg.

Olaf Rammler, der Inhaber des Gasthofes Zur Sonne, ist der erste Speckfett-König des Schwarzenberger Weihnachtsmarktes. Die deftige Leckerei aus dem ältesten Gasthaus der Stadt setzte sich am Mittwochabend gegen die Mitbewerber durch - eine Jury befand darüber. Die Idee zu einer Speckfett-Verkostung stammt aus dem Rathaus. Marktleiterin Kerstin Schmiedel hatte diesen Geistesblitz.

Doch nicht nur zahlreiche Speckfett-Varianten können sich die Gäste des Schwarzenberger Weihnachtsmarktes noch bis Sonntag munden lassen. Der Markt hat in den vergangenen Jahren eine zunächst ungeahnte Vielfalt der Kulinarik entwickelt. In der Eibenstocker Straße beispielsweise sorgen Janet und Maik Neubert von der Naturlounge aus dem Ringcenter mit Hirschgeweih-Mützen für Aufsehen. Dahinter verbirgt sich der etwas andere Glühwein. "Im vergangenen Jahr war unser Weißer Hirsch nach drei Tagen ausverkauft", sagt das Paar. Diesmal haben sie vorgebaut und die dreifache Menge geordert. "Die Besonderheit ist, dass in diesem weißen Glühwein keine künstlichen Aromen stecken, sondern nur echte Gewürze", so Janet Neubert.

Gleich in der Nachbarbude wird es auf eine ganz andere Art und Weise lecker. "Ich esse immer den Gänseburger mit Fleisch", sagt Maik mit einem Lächeln und seine Frau ergänzt: "Ich mag die vegetarische Variante." Andreas Espig, der die Burgerkreation mit Gans, Rotkraut, Preiselbeeren und Kartoffelrösti verkauft, freut sich über den Zuspruch. Etwa 6000 Gänse habe sein Chef verarbeitet. Und am unteren Markt am Stand der Firma Extrem Point brutzeln in der Pfanne Wildburger. "Das Fleisch kommt von Wild aus einheimischen Wäldern", sagt Marcel Fischer. Nicht fehlen dürfen auf dem Markt die süßen Verführungen: Der Duft der Annaberger Quarkkrapfen beispielsweise überzieht den gesamten Markt. Ronny Tautenhahn ist seit einem Vierteljahrhundert dabei: "Zuerst habe ich Räuchermänner verkauft, seit 20 Jahren sind es die Krapfen." Nur wenige Schritte weiter bietet die Waffelbäckerei Walz richtige Schlagcreme nach DDR-Rezept an. "Normalerweise ist die Stoßzeit die Kaffeezeit, aber in Schwarzenberg ist das anders", sagt Waffelbäcker und Verkäufer Nic Stromeier. Hier herrsche immer Bambule.

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