Gastwirt lässt Corona-Bart wachsen

Gastronomen warten auf das Startsignal

Waschleithe.

Seit dem 21. März 2020, dem letzten Arbeitstag in seinem Hotelbetrieb vor dem deutschlandweiten Lockdown, hat sich Heiko Schmidt nicht mehr rasiert. "Es ist ein Corona-Bart", sagt er mit einem süßsauren Lächeln, denn als Hotelier und Gastronom hat auch ihn - wie so viele andere Selbstständige - die Krise schwer getroffen. Die Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt, die Hotelbetten und die Gaststuben bleiben leer.

Mit der Aktion "Leere Stühle" hat die Branche auf ihr Dilemma aufmerksam gemacht. Die Gastronomen hoffen darauf, Mitte Mai - möglichst vor Himmelfahrt - den Herd wieder hochheizen und frisches Bier anzapfen zu dürfen. "Wir wären binnen weniger Stunden bereit, wieder Gäste zu empfangen", sagt Schmidt. Natürlich mit Abstandsregeln und unter Einhaltung der Hygienestandards. "Lieber heute als morgen. Besser als nichts", sagt Schmidt, wenn auch mit gedrosselter Kapazität.

Und der Bart? "Viele haben mir gesagt: Sieht gar nicht so schlecht aus. Ich überlege noch. Aber etwas stutzen werde ich ihn schon." (matu)

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