Gebiet Hoher Hahn erhält neue Zufahrt

Die marode Straße zu Hotel und Wohnanlage in Bermsgrün ist schon lange ein Sanierungsfall. Nun soll die geplante Baustraße zur Dauerlösung werden.

Bermsgrün.

In der zu Schwarzenberg gehörenden Ortschaft Bermsgrün nimmt ein Straßenbauprojekt konkrete Züge an. Das Gebiet Hoher Hahn am oberen Ende der Gemeindestraße, die das Dorf durchquert, soll eine neue Zufahrt erhalten. Diesen Grundsatzbeschluss haben die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung bei einer Enthaltung gefasst. Auch im Ortschaftsrat hatte sich nur ein Rat der Stimme enthalten, während alle Stadträte im Technischen Ausschuss für das Vorhaben stimmten.

Schon seit Jahren gibt es Ärger wegen des maroden Zustandes der einzigen Zufahrt zum Hohen Hahn, die an der Gabelung von Gemeinde- und Stückerstraße beginnt. Diese Zufahrt erschließt das Sonnenhotel "Hoher Hahn" - 43 Zimmer für etwa 100 Gäste, dazu Restaurant und Nebenanlagen -, die Wohnresidenz am Hohen Hahn, die über gut 70 Wohnungen verfügt, und mehrere privat genutzte Grundstücke. Es herrscht also mitunter reger Straßenverkehr auf einer schmalen Trasse, die einst am Waldrand angelegt wurde und nicht für die jetzige Belastung ausgelegt war, schon gar nicht für Begegnungsverkehr. Im April 2017 beauftragte die Stadt das einheimische Büro Reichel mit Untersuchungen, wie die Zufahrt zu sanieren und das Problem generell zu lösen wäre.

"Die Forderung, dass diese kommunale Straße in Ordnung gebracht werden muss, besteht schon lange", erklärt Hoteldirektor Achim Dierolf. "Aber auch, dass wir und die anderen Anlieger beim Bau, der sicher längere Zeit dauert, nicht von der Außenwelt abgeschnitten werden dürfen." Also war klar, dass von der Stückerstraße aus eine Bau- oder Behelfsstraße erforderlich ist. "Und die muss so belastbar sein, dass nicht nur Personenautos, sondern auch große Reisebusse darauf fahren können - und natürlich Lastkraftwagen, mit denen die ganze Ver- und Entsorgung erledigt wird", sagt Dierolf.

So eine massive Baustraße wäre teuer. Und die wieder zurückbauen, wenn die alte Zufahrt saniert ist? Die Lösung liegt auf der Hand und wurde vom Stadtrat als Grundlage der Weiterarbeit am Projekt bestätigt: Die Behelfsstraße, die vor dem letzten steilen Stück zum Hohen Hahn in die bisherige Straße münden soll, wird zur Dauerlösung. Der größte Teil der alten Zufahrt wird vom Straßenverkehr abgehängt, dient künftig nur noch als Fuß- und Radweg.

Laut Stadtbauamt gab es mit dem Eigentümer der Fläche, über welche die neue Straße führen soll, Vorgespräche, in denen er Zustimmung signalisierte. Der jetzige Grundsatzbeschluss zum Bau ist eine Grundlage für weitere Vorarbeiten. Zum Beispiel soll nun ein Baugrundgutachten in Auftrag gegeben werden.

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