Geldspende hilft Tieren ohne Zuhause

Bis Vierbeiner Balu neue Besitzer gefunden hat, kümmert sich der Tierschutzverein Aue-Schwarzenberg um die italienische Dogge. Unterstützung für die ehrenamtliche Arbeit kam jetzt vom Lions-Club.

Bockau.

Personal- und Tierarztkosten, Ausgaben für Futter sowie rund 375 Euro für Strom jeden Monat: Das Bockauer Tierheim in Trägerschaft des Tierschutzvereins Aue-Schwarzenberg braucht ein stolzes Budget. Corona erschwerte die Lage nun noch. "Denn wir hatten seit Wochen keine Pensionstiere. Und um Sponsoren, deren Firmen wegen der Krise selbst zu kämpfen haben, bangen wir außerdem", sagt Vereinsvorsitzende Susanne Trommler. Am gestrigen Donnerstag aber kam Hilfe. Der Lions-Club Aue-Schwarzenberg spendete den hiesigen Tierfreunden 500 Euro.

"Für uns eine Herzensangelegenheit", sagte Scheck-Überbringerin Susann Schurig. "Wir wollen Vereinen und Institutionen helfen, die durch die Pandemie in eine Notlage geraten sind." Fünf weitere Spenden des Clubs gehen in diesem Zug an die Aktion Kinderherzen (500 Euro), an den Christlichen Verein Junger Menschen in Schneeberg (1050 Eu- ro) für einen Ferienausflug in den Freizeitpark Plohn sowie je 500 Euro an die Tafeln in Aue und Schwarzenberg. Tablets, um in Zeiten der Kontaktsperre zumindest medial Kontakt zu Verwandten herzustellen, schaffte das Pflegeheim "Zion" in Aue für Bewohner an. "Da steuerten wir 2500 Euro bei", so Schurig.

Auch das Geld für das Bockauer Tierheim erfüllt seinen Zweck. "Wir sind sehr dankbar dafür", sagt Susanne Trommler. Inzwischen laufe der Betrieb wieder an. Das bedeutet auch mehr Tiere und mehr Arbeit. Noch dazu kümmern sich Angestellte, Mitglieder und ehrenamtliche Helfer seit zwei Monaten um ein "Notfellchen" der besonderen Art: Balu ist eine Italienische Dogge - und hat viel kürzere Beine als eine Deutsche Dogge. Mit zwölf Monaten verfügt der schwarze Vierbeiner bereits über eine stattliche Figur und hat vermutlich schon eine Menge erlebt. "Er wurde aus dem Ausland eingeführt, besitzt einen Impfpass und ist ein Abgabetier." Ausgewachsen wird es der Hund auf 50 Kilogramm bringen. Daher braucht er ein Zuhause ohne viele Treppen. "Möglichst im Erdgeschoss, mit einem Garten für genügend Auslauf", so Trommler. Zudem sollten die neuen Halter mit Hunden erfahren sein. "Denn in der Pubertät muss man ihn sicher geschickt führen. Er braucht Erziehung und geistige Herausforderung." Das Bewachen liege Balu. "Ansonsten ist er charakterlich sehr sanftmütig", erklärt Trommler.

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