Gemeinde würdigt drei Bürger für ihr Engagement

Zum Neujahrsempfang der Gemeinde Raschau-Markersbach gab es neben dem Rückblick aufs Jahr auch viele lobende Worte.

Raschau-Markersbach.

"Es gibt überall ein paar Menschen, die mehr machen als andere", sagte Frank Tröger, Bürgermeister von Raschau-Markersbach, zum Neujahrsempfang. Zwei dieser engagierten Menschen konnten am Samstag den Bürgerpreis des Ortes, einen Emmlertaler, in Empfang nehmen.

Peter Kramarczyk aus Langenberg erhielt die Ehrung für sein Engagement im Sportverein seines Heimatortes, als Mitorganisator des Schwindel-Max-Pokals und für seine Privatinitiativen, die dazu beitragen, die Dorfgemeinschaft zu stärken. Seit 1945 wohnt Kramarczyk in Langenberg. "Geboren wurde ich aber in Eberswalde", sagt der heute 75-Jährige. Seit 1955 ist er Mitglied im Sportverein, war aktiver Fußballer und gehörte ab 1991 zum Vorstand. Bis 2018 war er Schatzmeister. "Aus Altersgründen habe ich aufgehört. Irgendwann müssen ja auch mal Jüngere ran", meint der Langenberger.

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Zu den Privatinitiativen gehört, dass er sowohl am Heiligabend als auch zu Lichtmess, am 2. Februar, zum gemütlichen Beisammensein einlädt. "Da kommen immer so um die 30 bis 40 Leute zusammen. Das ist ein bisschen generationsübergreifend." Längst würden diese nicht kommerziellen Angebote auch Raschauer und Waschleither zu schätzen wissen. Das Wetter spiele dabei keine Rolle. "Es gibt Glühwein und ein, zwei Stunden kommen wir dann zusammen." Um den Spaß zu finanzieren, werde eine Sparbüchse aufgestellt. Und da ist ja noch die Sache mit dem Schwindel-Max. "Jeden Donnerstag wird gespielt", sagt Kramarczyk: "Wer verliert muss einen Euro zahlen."

Ganz anders ehrenamtlich aktiv ist Karl Weber aus Raschau. Der heute 80-Jährige gehört seit 1963 zur Freiwilligen Feuerwehr seines Heimatortes, war von 1963 bis 1999 Wehrleiter. "Ich war schon immer dabei, wenn es im Ort Einsätze gab", erinnert sich Weber. Mitglied der Wehr sei er erst nach dem Großbrand in der Möbelfabrik geworden. "Ich wollte einfach helfen, das war immer mein Antrieb." Bis heute gehört er der Ehren- und Altersabteilung an. Zu den größten Erfolgen während seiner Wehrleitertätigkeit gehöre der Bau des neuen Feuerwehrdepots. "1995 wurde dieses fertig gestellt", so Weber.

Überhaupt sei vieles über persönlichen ,Kampf' entstanden: "Ich habe mich viel herumgestritten. Es ging immer viel über die Gemeinde." Er sei stolz darauf, dass es den Kameraden gelungen sei, für den Nachwuchs ein eigenes Domizil im Gerätehaus zu schaffen. "Wir haben dort als Alters- und Ehrenabteilung eine Wohnung ausgebaut." Die Auszeichnung freut Weber sehr: "Dass ich das in meinem Lebensabend erhalte, ist etwas Besonderes."

Der dritte Emmlertaler konnte noch nicht übergeben werden. Den erhält Heimatfreundin Irmhild Hänel aus Markersbach, die viele Jahre das Hundsmarterweibl verkörperte. Sie konnte am Samstag aus privaten Gründen nicht dabei sein.

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