Geselligkeit rund um den Kaiserhof

Das Spätsommer-Hutzn in Raschau-Markersbach ist ein Besuchermagnet. Dazu gehörte auch eine Bar in einem alten Bauwagen.

Raschau-Markersbach.

Eine stabile Gitterrost-Treppe führt in einen hübsch gestrichenen alten Bauwagen. Auf den Stufen stehen Blumentöpfe. Alles erinnert ein bisschen an Peter Lustig aus der Kindersendung "Löwenzahn". Innen ist der Bauwagen mit Holzplatten verkleidet. Die Bar ist ein altes Klavier, vor der sich zu jeder Zeit beim Spätsommer-Hutzn am Kaiserhof am Samstag eine lange Schlange bildet.

"Das hat unser Bauhof gemacht", sagt Katrin Reichel, die in der Gemeinde für Kultur verantwortlich ist. Hinter der Bar mixen Sebastian und Ulrike Bauer leckere Limonaden und alkoholische Cocktails. "Der Bauwagen war völlig heruntergekommen, und wir hatten ihn dann als Bürowagen zu Veranstaltungen eingesetzt", sagt Reichel. Daraus entstand die Idee, ihn zu einem Barwagen umzubauen. Das alte Klavier war schnell gefunden. "Er ist sogar wieder funktionsfähig, hat eine neue Bereifung erhalten." Vor allem aber kommt der Barwagen bei den Gästen an, die das dazugehörende Lounge-Möbel aus alten Europaletten nutzen. Stephanie Fiedler aus Markersbach sagt: "Das ist richtig gemütlich, übelst toll."

Das Spätsommer-Hutzn erwies sich als Besuchermagnet. Sämtliche Tische, Stühle und Bänke waren besetzt. Auch die drei Händler und die acht Vereine, die das Projekt unterstützten, dürften zufrieden gewesen sein, denn an Gästen mangelte es nicht. Pilzberaterin Anja Krauß aus Markersbach hatte gemeinsam mit ihrem Vater Karl-Heinz eine Pilzausstellung zusammengetragen. "Etwa 50 Arten habe ich gesammelt", sagt sie. Etwa ein Drittel der gezeigten Pilze waren gute Speisepilze. "Die Besucher interessieren sich vor allem für die Verwechslungsgefahren", so Krauß. Generell gehen die Erzgebirger aller Unkenrufe zum Trotz auch weiterhin gern in die Pilze. "Allerdings gibt es auch immer wieder Vorbehalte, wegen des Fuchsbandwurms. Der betrifft ja aber nicht nur die Pilze, sondern auch die Beeren", so Krauß.

Katja Soukup hat mit ihrer Familie noch kein Spätsommer-Hutzn verpasst: "Da ist mal etwas los im Ort. Außerdem trifft man viele Bekannte. Es ist ein schönes Miteinander, auch unter den Vereinen", sagt die Raschauerin und findet es stark, dass der Ort jedes Jahr wechselt.

Reger Betrieb herrschte auch am Stand des Kleingärtnerverbands aus Schwarzenberg. Dort konnten Kräuterkränze gebunden werden. "Die Blumen und Kräuter stammen allerdings vorrangig von Gärtnern aus dem Kleingartenverein Edelweiß Markersbach", sagt Renate Eckhardt, die den Stand mit betreute.

Am gestrigen Sonntag gab es zudem in Raschau am Sportplatz noch das mittlerweile 7. Traktoren- und Oldtimertreffen. Dort spielte, genauso wie am Samstag vorm Kaiserhof, der Musikverein aus der Partnergemeinde Markt Obernzenn auf.

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