Große Nachfrage nach Unterstützung kleiner Ideen

Das Zwönitztal-Greifen-stein-Gebiet gehört zu den 18 Leader-Regionen in Sachsen, die Geld zur Unterstützung von Kleinprojekten erhalten. Für Ehrenfriedersdorfs Kita "Neuer Bahnhof" ein Glücksfall. Die Kinder hätten sonst länger auf ihren Spielplatz warten müssen.

Ehrenfriedersdorf/Zwönitz.

Die Zeit drängt. Bis Ende Oktober muss der neue Spielhügel samt Kletter- und Balancierparcours im Außenbereich der Kita "Neuer Bahnhof" in Ehrenfriedersdorf stehen. Dass das Vorhaben überhaupt in diesem Jahr noch umgesetzt werden kann, ist zum einen der Mithilfe von Eltern und anderen Freiwilligen, aber auch einem neuen Förderprogramm zu verdanken. Denn ohne Geld geht es nun einmal nicht.

Bei Letzterem handelt es sich um Fördergelder für Kleinprojekte. Die Leader-Region Zwönitztal-Greifen-steine hat sich dafür beworben und neben 17 weiteren Regionen den Zuschlag erhalten, erklärt Regionalmanagerin Elena Weber. 150.000 Euro standen als Budget zur Verfügung. "Mehr als 30 Anträge sind innerhalb kürzester Zeit eingegangen", so Weber. Davon wurden am Ende 23 ausgewählt. Die Kita "Neuer Bahnhof" gehörte zu den Auserwählten. Das besondere an dem Förderprogramm ist, dass so Vereinen, Kommunen und Kirchgemeinden auch kleinere Anschaffungen und Investitionen ermöglicht werden, die es sonst nicht in Förderprogramme schaffen. So konnte der Erzgebirgische Theaterverein Homersdorf beispielsweise Licht- und Tontechnik für Aufführungen anschaffen. Der Meinersdorfer Kinder- und Jugendtreff kaufte neue Möbel, die BUND-Ortsgruppe Zwönitz eine neue Sitzgruppe, die Kita "Getzenknirpse" aus Grießbach ein neues Sonnensegel und der Rassegeflügelverein Gelenau konnte neue Ausstellungskäfige kaufen. Nur einige Beispiele aus der Liste der 23 Projekte.

Konkret profitieren im Fördergebiet 20 Vereine, zwei Kommunen und eine Kirchgemeinde von dem Programm, das mit Mitteln des Bund-Ländern-Programms "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" gespeist wird. Das habe laut Elena Weber zwar nicht direkt etwas mit dem Leader-Programm zur Förderung der ländlichen Region zu tun, für dessen Umsetzung die Leader-Region eigentlich zuständig sind. Nichtsdestotrotz wurde das Umsetzen der Kleinprojekte-Förderung bei den Regionen angedockt. Vorhandene Strukturen sollten genutzt werden. Der Fördersatz liegt bei 80 Prozent. Die maximale Investitionssumme beträgt 20.000 Euro.

Die Krux ist in diesem Jahr allerdings, dass alles recht kurzfristig über die Bühne gehen muss. Bis Ende Oktober müssen die Projekte abgeschlossen sein, um noch rechtzeitig abzurechnen. Auch die Verantwortlichen der Kita "Neuer Bahnhof" kamen so ganz schön in Hektik. Denn eigentlich sollten der Spielhügel und die Umgestaltung des Außengeländes laut Leiterin Jana Härtel über andere Wege finanziert werden. Doch das Vorhaben scheiterte. Mit der Kleinprojekt-Förderung wurde das Ganze nun aber doch möglich. "Wir planen das seit Jahren", berichtet die Kita-Leiterin.

2020 soll es eine Neuauflage des Programms geben, sagt Elena Weber. Auch dann will die Zwönitztal-Greifenstein-Region, zu der zwölf Kommunen gehören, die Gelder holen.

zwoenitztal-greifensteine.de

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