Großeinsatz wegen beißenden Geruchs

Mehrfamilienhaus in Eibenstock kurzzeitig geräumt - Fünf Verletzte

Eibenstock.

Der Gefahrgutzug des Erzgebirgskreises ist am Sonntagabend zu einem Einsatz nach Eibenstock An die Bergstraße gerufen worden. Dort hatten Mieter eines Mehrfamilienhauses einen beißenden Geruch bemerkt und deswegen die Feuerwehr alarmiert. Als die Retter gegen 18 Uhr an dem Haus eintrafen, wurden vorsorglich die Bewohner in Sicherheit gebracht.

Mit dem Gefahrgutzug rückten Feuerwehrleute aus Schönheide, Schneeberg, Grünhain-Beierfeld und anderen Orten an. Außerdem waren sechs Rettungswagen vor Ort. Laut Polizei klagten sechs Personen über Atemwegsbeschwerden, fünf wurden vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Die übrigen Bewohner kamen in der Zwischenzeit in einer Eibenstocker Schule unter, bis das Haus von der Feuerwehr ausreichend gelüftet worden war. Rund 80 Einsatzkräfte waren alarmiert.

Das Haus gehört der Wohnungsbaugesellschaft Eibenstock. Deren Geschäftsführer Mirko Sauerbaum war am Sonntagabend gegen 23 Uhr vor Ort. "Da waren alle Mieter schon wieder in ihren Wohnungen, auch die, die man ins Krankenhaus Aue gebracht hatte." Für die Nutzung der Wohnungen gebe es keinerlei Einschränkungen, so Sauerbaum. Auch er hat keine Erkenntnisse, welche Substanz für die Atemwegsreizungen bei den Bewohnern gesorgt haben könnte. Die Messung vor Ort hatte zuvor bereits kein Ergebnis gebracht.

Auch die Polizei ist in den Fall involviert. Wie ein Sprecher der Polizei am Montag sagte, werde jetzt wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung ermittelt.

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