Herrenhof Erla präsentiert sich im Kerzenschein

Die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Ensembles ist schon weit gediehen. Wie weit, wird Besuchern morgen gezeigt.

Erla.

Tag der offenen Baustelle, das klingt eher langweilig. "Baustelle im Kerzenschein" hat da ein anderes Potenzial. Und genau das will sich die Stadt Schwarzenberg zunutze machen. Für morgen lädt sie von 17 bis 21 Uhr nach Erla in den historischen Herrenhof ein. Der ist bekanntlich Teil des Unesco-Weltkulturerbe-Projekts Montanregion Erzgebirge. Die aufwendige Komplettsanierung des Herrenhofs geht ihrer Vollendung entgegen. Willkommener Anlass, unter dem Motto "Baustelle im Kerzenschein" dieses Gebäudeensemble zu öffnen und Interessenten einen Blick darauf zu ermöglichen, was in den zurückliegenden Monaten erreicht und geschaffen wurde. Die einzigartige Architektur und den Charme des Herrenhofs einmal bei Kerzenschein zu erleben, das dürfte viele Neugierige anlocken.

Aber: Kerzenschein in einem Gebäude mit Fachwerk? "Bei aller Romantik werden wir natürlich überall den Brandschutz gewährleisten", versichert Isabel Klemm, Projektbetreuerin aus dem Stadtbauamt. Aufbauend auf Erfahrungen bei Tagen der offenen Baustelle und des offenen Denkmals werden diesmal in Erwartung eines großen Andrangs gleich sechs fachkundige Führungen durch das Obergeschoss angeboten. Sie beginnen 17.15, 17.45, 18.15, 18.45, 19.15 und 19.45 Uhr.

Gezeigt werden auch die Räume, die für Vermietung zur Verfügung stehen, wenn sie dem Konzept entsprechen. Das Obergeschoss bietet unter anderem Platz für Projekträume im Südflügel, für Kreativräume im Ostflügel. Im Erdgeschoss sind ein Hofcafé und ein Hofladen konzipiert, eine Ausstellung des Eisenwerks Erla, ein Ausstellungsbereich für Kulturgut des Heimat- und Mundartschriftstellers Manfred Blechschmidt sowie eine Schauküche und Kreativwerkstätten. Morgen geht es auch darum, Interesse bei möglichen Mietern zu wecken, die sich mit kreativen, zum Gesamtkonzept passenden Angeboten verwirklichen wollen. Ansprechpartner stehen vor Ort zur Verfügung.

Passend zum Thema wollen auch Vertreter der Freiberger Münzfreunde zugegen sein. Sie geben eine Medaillenserie "Montanregion Erzgebirge" heraus, die für den Welterbe-Status der Region wirbt. Die zweite Medaille der Serie - in Kaiserzinn und in Silber zu haben - würdigt den historischen Bergbau und die Eisenverarbeitung in Erla. Kommt nichts dazwischen, sind die Medaillen - Durchmesser 50,3 Millimeter - morgen im Herrenhof zu kaufen.

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