Historische Ultramarin-Öfen kommen unters Dach

Freiwillige Denkmalschützer helfen zwei Wochen bei den Arbeiten zur Notsicherung in Schindlers Blaufarbenwerk

Zschorlau.

Die historischen Ultramarinöfen im Blaufarbenwerk Schindlerswerk sind gegen weiteren Verfall gesichert worden. Zwei Wochen lang haben Freiwillige der European Heritage Volunteers ein Notdach über der alten Ofenanlage errichtet. Im Rahmen des Hilfsprogramms, das von der Unesco und der Bundesrepublik Deutschland finanziert wird, arbeiten Studenten aus aller Welt an der Erhaltung von Weltkulturerbestätten mit.

Schindlerswerk steht auf der Vorschlagsliste für die Bewerbung des Erzgebirges um den Unesco-Weltkulturerbetitel, ist aber noch keine anerkannte Kulturerbestätte. "Dass wir in das Programm aufgenommen worden sind, war ein Entgegenkommen der Organisatoren", sagt Mike Haustein, der Vorsitzende des Fördervereins Schindlers Blaufarbenwerk. Die Studenten, die unter Anleitung des Fördervereins gearbeitet haben, kamen aus Frankreich, Taiwan, Rumänien, Bulgarien, England und Mexiko. Neben dem Dachbau halfen sie bei der Umlagerung des Archivs in trockene Räume.

In den Öfen wurde einst aus Kaolin, Sand und Soda blaue Farbe - das Ultramarin - gebrannt. "Diese Öfen sind die letzten Originale weltweit", sagt Haustein. Am Tag des offenen Denkmals am 9. September sollen sie erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden. In Schwarzenberg gibt es an jenem Tag zwei Angebote. Zum einen eine Sonderführung zur Eisenbahngeschichte mit Besichtigung des Tunnels unterm Schloss, zum anderen Besichtigung und Führung im Herrenhof Erla. (mu/stl)

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