Im Museum Perla Castrum hat weiterhin eine Frau das Sagen

Nun ist entschieden, wer die Nachfolge von Josefine Hoske antritt: Ab 1. Januar leitet Nadine Bandemer die städtische Einrichtung im Schloss Schwarzenberg.

Schwarzenberg.

Diese Lösung hat auf der Hand gelegen: Nadine Bandemer, bisher stellvertretende Leiterin des städtischen Museums Perla Castrum im Schwarzenberger Schloss, übernimmt Anfang 2019 offiziell die Leiterstelle. Nachdem die bisherige Chefin Josefine Hoske, inzwischen verheiratete Glöckner, vor etwa einem halben Jahr aus privaten Gründen ihren Lebensmittelpunkt nach Unterfranken verlegte, wo sie nun die Museen in Schloss Aschach leitet, hatte Nadine Bandemer bereits als Museumsleiterin amtiert.

Die Entscheidung für die 31-Jährige war in der letzten Stadtratssitzung 2018 durch Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer bekannt gegeben worden. "Der Personalrat bestätigte die im Ergebnis von Ausschreibung, Auswertung und Gespräch getroffene Entscheidung", so Hiemer.

Die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für Hoske, die knapp fünf Jahre in Schwarzenberg gewirkt hatte, gestaltete sich schwieriger und vor allem langwieriger als gedacht. Die Stadtverwaltung verlängerte die ursprünglich bis 10. August laufende öffentliche Ausschreibung der Leiterstelle bis zum 4. September, weil die Zahl der eingehenden Bewerbungen - letztlich elf - eher enttäuschend war. Auf die Stellenausschreibung 2013 hatten sich noch rund 50 Kandidaten gemeldet. Auch diesmal befasste sich die Stadtverwaltung eingehend mit den Bewerbungen, prüfte, inwieweit die vorgegebenen Anforderungen erfüllt sind, und bezog den zum Kulturbeirat erweiterten ehemaligen Museumsbeirat mit ein.

Steffen Motz, als Sachgebietsleiter im Rathaus auch für Personal zuständig: "Wir mussten diesmal feststellen, dass mehrere Bewerber fachlich und persönlich kaum für diese Leitungsposition geeignet sind." Mit den drei Interessenten, die in die engere Wahl kamen, wurden dann Gespräche geführt, um noch persönliche Eindrücke zu gewinnen und inhaltliche Nachfragen zu stellen, so zu konzeptionellen Vorstellungen.

Nadine Bandemer, die Geschichte studiert hat, überzeugte. Zugute kommt ihr, dass sie schon seit März 2013 im Museum arbeitet und Projekte, das Neu- und Umgestalten des Museums sowie die Einrichtung des Depots Bahnhof Nr. 4. begleitet hat.

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