Ja aus Berlin: Zwönitz gilt jetzt als eine "Smart City"

Kommune gehört zu den 50 Modellstädten in Sachen Digitalisierung

Zwönitz.

Wie das Stadtleben entwickelt und erprobt werden kann, soll Zwönitz als "Smart City" in den nächsten sieben Jahren beweisen. Die Bergstadt gehört zu den 50 Modellprojekten, die das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ausgewählt hat. 5,3 Millionen Euro bekommt Zwönitz zum Aufstellen zukunftsfähiger Konzepte, auch im Bereich Stadtentwicklung. Als Modellstadt setzt sich Zwönitz unter anderem das Digitalisieren der Verwaltung, das Vernetzen innovativer Unternehmen und Smart Living, vernetztes Wohnen, als Ziele.

Der Zwönitzer Stadtrat hatte im Mai die Bewerbung für das Förderprogramm beschlossen. Mitbewerber waren rund 100 Städte, Kreise und Gemeinden aus ganz Deutschland. Die erzgebirgische Stadt ist in der Kategorie Kleinstädte und Landgemeinden ausgewählt worden.


Als Erstes will Zwönitz eine App entwickeln. Aufs Smartphone geladen, sind so Informationen aus Zwönitz zu beziehen. Das Programm soll aber auch eine Plattform bieten, auf der Bürger Wünsche an die Stadtverwaltung richten können.

Dass Zwönitz für das Projekt Smart City ausgewählt wurde, freut Bürgermeister Wolfgang Triebert (CDU). "Wir sind sehr glücklich, in die Riege der Modellkommunen aufgenommen worden zu sein." Ihn erreichte die Nachricht im Urlaub. "Wir haben erst mal mit einem Glas Sekt angestoßen." Die Bewerbung, die innerhalb weniger Wochen erarbeitet worden war, sei "ein ganz schöner Kraftakt" gewesen. Die Mühe hat sich offenbar gelohnt. Denn im Zuge des Projekts können nun rund 8 Millionen Euro investiert werden. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 1,4 Millionen Euro. Zudem hofft die Stadt auf einen millionenschweren Zuschuss vom Land.

Laut Triebert muss neues Personal rekrutiert werden, das sich um das Projekt kümmert. Dann gehe es an die Umsetzung. Eine "intelligente Stadt" soll auch nachhaltig sein. Geplant ist deshalb in Zwönitz der Aufbau eines Funk-Netzwerks mit Sensoren beispielsweise in Straßenlaternen. So lasse sich das Licht in ganzen Straßenzügen per Klick aufs Handy steuern. Auch der geplante Neubau der Sauna- und Fitnesslandschaft werde mit Sensoren ausgerüstet, die in Echtzeit Stromverbrauch messen und Daten aus dem Kassensystem übermitteln. Triebert: "Wir wollen die Stadt zum Innovationszentrum machen, das Bedeutung für ganz Südwestsachsen hat." (ike/juef)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...