Johann'stadts Stadtwehrleiter erhält Ehrenpreis

Beim Stadtgründungstag am Wochenende wurde Manfred Schleichert ausgezeichnet. Fast 40 Jahre ist er schon im Einsatz.

Johanngeorgenstadt.

Die "Griebeln" hatten dicht gehalten. Gemeint waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Johanngeorgenstadt. Sie hatten ihrem langjährigen Wehrleiter Manfred Schleichert nicht verraten, dass er in diesem Jahr den Ehrenpreis der Bergstadt erhalten würde. Der 59-Jährige war am Samstag entsprechend überrascht, freute sich aber auch sehr und bedankte sich bei seinen Kameraden, den verschwiegenen "Griebeln".

Beim Festgottesdienst zum 366. Stadtgründungstag hatte Bürgermeister Holger Hascheck den Preis in Gestalt einer Urkunde und eines geschnitzten Bergmanns an Manfred Schleichert überreicht. Es war die 18. Auszeichnung dieser Art.

Mit dem gebürtigen Delitzscher erhielt sie der am zweitlängsten amtierende Wehrleiter im Erzgebirgskreis. 30 Jahre lang stand er den Floriansjüngern der Bergstadt vor. Erst vor wenigen Tagen war er in die Position des Stellvertreters gewechselt. 1983 kam Schleichert zur Wehr. "Ich habe damals beim Ordnungsamt gefragt, ob ich mitmachen kann. Dort hieß es: Ja, gerne", hat er mal erzählt. Bürgermeister Hascheck würdigte die Verdienste des Hauptbrandmeisters beim Aufbau der Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschützer. Daraus sei eine sehr aktive Jugendfeuerwehr geworden. Er habe sich für enge Beziehungen zu den Wehren in den Partnerstädten Nejdek in Tschechien und Burglengenfeld in Bayern engagiert und sei der älteste aktive Atemschutzgeräteträger. "Das ist ein Beleg für die körperliche Fitness", so Holger Hascheck. Zudem mache er seit 2016 mit beim Einsatznachsorge-Team Sachsen. Das begleitet Kameraden nach schwierigen Einsätzen. Schleichert, Mitarbeiter im Bauhof, war lange in einem metallverarbeitenden Betrieb tätig. Habe dabei sein Ehrenamt trotz Schichtdienst und Montagezeit weiter ausgeübt. Und er bringe sich im Faschingsverein ein.

Neben dem Ehrenpreis übergab der Bürgermeister eine Anerkennung an Harald Teller, den Vorsitzenden des Fördervereins Pferdegöpel, sowie an Heike und Wolfgang Lorentz aus Wedemark-Wennebostel bei Hannover. Ihnen sei die gerade beendete Ausstellung "Schwibbögen am Ortseingang - Wandern und Wachsen" zu verdanken. Sie ist die bislang erfolgreichste im Göpel.


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