Jugendliche aus Ungarn lernen Ausbildung kennen

Elf junge Leute aus der Nähe von Budapest haben die Firma Turck besucht - um da mehr über die duale Ausbildung zu erfahren.

Beierfeld.

Berufsschüler aus Ungarn haben sich in dieser Woche in der Lehrwerkstatt der Turck Beierfeld GmbH umgesehen. Nach einer Führung durch das Werk, bei der den jungen Gästen zunächst ein Überblick über die Produktionspalette des Unternehmens vermittelt wurde, durften sie bei einer Lötübung ihr Wissen anwenden, erweitern und praktisch selbst tätig werden. Dabei standen die Ausbildungsleiterin Nicole Sewart und ebenso Auszubildende aus dem Unternehmen den Besuchern zur Seite.

Die Praxistag bei Turck fußt auf einer Kooperation mit dem Solaris-Förderzentrum für Jugend und Umwelt gGmbH Sachsen mit Sitz in Chemnitz. Die elf jungen Leute - zehn Männer und eine Frau - sind im Rahmen des europäisch geförderten Erasmus-plus-Programms für vier Wochen zum Austausch in Chemnitz. Ziel dieses Austausches sei es, im Rahmen der europäischen Mobilität das System der dualen Ausbildung in Deutschland kennenzulernen und interkulturell den Horizont zu erweitern.

Am Beispiel von Turck Beierfeld erfuhren die jungen Erwachsenen, in welcher Form der Fachkräftenachwuchs beim namhaften Elektronikhersteller ausgebildet und in die laufende Produktion von Beginn an eingebunden wird. "Die Jugendlichen kamen von einer Schule mit technischem Profil. Und sie waren sehr interessiert. Allerdings erwies sich auch hier wieder die Sprachbarriere als eine Hürde", sagt Nicole Sewart, die im Hause Turck für die Ausbildung in Elektroberufen zuständig ist. Zum Glück, so erzählt sie, konnten die Beierfelder auf Zoltan Niklo´s zurückgreifen. Der junge Mann aus Ungarn hat bei Turck gelernt und ist weiterhin Werkstudent bei Turck, widmet sich derzeit seinem Studium der Elektrotechnik. Er konnte die Gäste in ihrer Sprache begrüßen und ihnen so auch viele gute Tipps aus persönlichem Erleben mit auf den Weg geben.

Am Ende geht es bei diesem Austauschprogramm nicht zuletzt darum, den Jugendlichen aus Budapest das Erzgebirge mit all seinen beruflichen Chancen, den lebenswerten Rahmenbedingungen und den Unterstützungsangeboten bei einem eventuellen Zuzug zu präsentieren.

Organisiert und ausgestaltet wurde der Tag im Erzgebirge vom Europe Direct Informationszentrum Erzgebirge in Zusammenarbeit mit dem Welcome Center Erzgebirge und dem Regionalmanagement Erzgebirge aus Annaberg-Buchholz. Im Anschluss an den praktischen, unternehmerischen Teil des Tages im Erzgebirge wurde den Ungarn noch ein Besuch im Markus-Röhling-Stolln geboten.

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