Junge Mimen fiebern ihrem ersten Heimspiel entgegen

Spielt! Das ist eine Aufforderung - und auch der Titel des Stücks, mit dem die Theatergruppe der Oberschule Lößnitz am Donnerstag das Kulturhaus Aue erobern will.

Lößnitz/Aue.

Ihre große Premiere liegt schon hinter ihnen: Ende März haben Clara Häußler, Helene Karas, Samantha Harpke, Anna Kraus, Luise Mildner und Charlotte Scheller mit "Spielt!" die Chemnitzer Schultheaterwoche eröffnet. Sie überzeugten so sehr, dass ihnen eine Bewerbung für die sächsische Schultheaterwoche empfohlen wurde. Nun aber steigt bei den sechs Mitgliedern der Theatergruppe der Oberschule Lößnitz das Lampenfieber zum zweiten Mal, denn am Donnerstag bringen sie "Spielt!" auf die große Bühne im Kulturhaus Aue.

"Da werden sechs Personen in einen Raum geworfen und gezwungen, ein Stück zu spielen", sagt Luise Mildner über den Inhalt des Stücks, das aus der Feder von Beate Düber stammt. Viel Text gebe es nicht, vielmehr lebe die Inszenierung von ausdrucksstarken Gesten und zwei Liedern. Die Proben für die zirka 40-minütige Aufführung haben die jungen Schauspielerinnen im August 2018 aufgenommen. Einmal in der Woche trafen sie sich im Bürgerhaus. In der heißen Phase kurz vor der Premiere in Chemnitz wurde die Probenanzahl deutlich erhöht. Außerdem gab es ein Probenwochenende, um der Inszenierung den notwendigen Feinschliff zu geben. Mit Blick auf die Aufführung im Kulturhaus in Aue wurde auch am vergangenen Montag noch einmal intensiv gearbeitet.

Auffällig ist die Altersstruktur: Die Mädchen besuchen die 6. bis 9.Klasse. "Ich finde das ganz cool", sagt die Jüngste im Bunde, Helene Karas. Sie hatte nie das Gefühl, als "Kleinste" ausgeschlossen zu werden - ganz im Gegenteil. "Wir haben viel voneinander gelernt", findet Luise Mildner. Regie führten Diplomschauspielerin Beate Düber aus Chemnitz und Lehrerin Claudia Schöniger. Die organisatorischen Fäden hielt Heike Puschmann zusammen. "Beate ist ruhig und begegnet uns auf freundschaftlicher Ebene. Frau Schöniger ist die Autoritätsperson", sagen die Mädchen. Das sei die richtige, die angenehme Mischung. "Wir harmonieren alle ganz gut zusammen", so Luise Mildner, die sich sehr auf die Aufführung in Aue freut. Vom Bühnenbild dürfe man allerdings nichts erwarten, denn es gebe quasi keins. "Wir tragen einfache schwarze Sachen und setzen neonfarbige Akzente." Gearbeitet haben alle auch an ihrer Aussprache. Charlotte Scheller liebt eigentlich die erzgebirgische Mundart und pflegt diese im Alltag. "Aber nun habe ich mir die Wörter genau vorgestellt und sie betont ausgesprochen." Das funktioniere ganz gut.

Die Aufführung beginnt am Donnerstag 19 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse.

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