Kaputter Knüppeldamm soll erneuert werden

Das Hochmoor bei Hormersdorf ist bei Naturfreunden beliebt. Doch ein gesperrter Weg sorgt seit Monaten für Verdruss.

Hormersdorf.

Neue Hoffnung für den kaputten Knüppeldamm im Hormersdorfer Hochmoor. Nachdem dieser in dem beliebten Wandergebiet aufgrund von gravierenden baulichen Mängeln seit dem vergangenen Sommer gesperrt ist, könnte er bald erneuert werden. "Ein Antrag auf Fördermittel soll im Juli gestellt werden. Es sieht gut aus", bestätigte Jürgen Teucher, der im Naturschutzzentrum Dörfel für Naturschutz und Landschaftspflege zuständig ist.

Derzeit würden Kostenschätzungen erstellt, um die Förderung zu beantragen. Die nötigen Mittel wären möglicherweise über die Förderrichtlinie "Natürliches Erbe - Biotopgestaltung im Wald" zu finanzieren. Bei Bewilligung würde das Naturschutzzentrum die ordnungsgemäße Wiederherstellung des Knüppeldammes im Auftrag des Landkreises vornehmen. "Denn für eine Reparatur ist er zu marode", erklärt Jürgen Teucher.


Doch warum ist dieser Knüppeldamm so wichtig? "Wenn Besucher statt auf dem Weg auf Trampelpfaden durch das Hochmoor gehen, dann gefährden sie Flora und Fauna", erläutert Jürgen Teucher das Problem. Auch deshalb sei der derzeitige Zustand für die Naturschützer sehr unbefriedigend. "Immer wieder wurden wir von Besuchern auf den Zustand und die Sperrung des Knüppeldammes angesprochen." Den Wunsch nach der Wiederherstellung kennt außerdem der Hormersdorfer Ortsvorsteher Marco Hilbert nur zu gut. So wurde das Thema auch bei einer Bürgerversammlung zur Zukunft der Hunnert angesprochen. Vor allem in Richtung der Grünen-Kreisrätin Ulrike Kahl wurde die Kritik an dem derzeitigen Zustand weitergegeben, und sie versprach sich darum zu kümmern. Daraufhin stellte sie eine Anfrage an die Landkreisverwaltung, die der Landrat beantwortete. So heißt es darin, seit 2014 sei bekannt, dass es Handlungsbedarf gebe. "Im Jahr 2016 wurde daher durch die Landkreisbehörde gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum die Wiederherstellung des Knüppeldammes geplant, welcher jedoch aufgrund fehlender Kapazitäten des NSZ nicht umgesetzt werden konnte", sagt Ulrike Kahl. Die Kosten für einen Neubau wurden auf rund 80.000 Euro beziffert. Zudem habe die Stadt Zwönitz ein großes Interesse an der Wiederherstellung des Knüppeldammes in dem sich in Privatbesitz befindlichen Hochmoor. Dies bestätigt auch Jürgen Teucher: "Zwischen dem Bürgermeister Wolfgang Triebert, Landratsamt und Naturschutzzentrum gibt eine enge Zusammenarbeit." Bleibt zu hoffen, dass die Fördermittel bald fließen, und die Bauarbeiten noch dieses Jahr beginnen können.

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