Kein Arzt für Praxis in Markersbach

Kassenarztsitz wird zum Jahresende abgegeben

Raschau-Markersbach.

Die hausärztliche Praxis im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Markersbach bleibt ab dem heutigen Tag geschlossen. Der bislang dort tätige Arzt wird künftig in Aue praktizieren. Das MVZ in Markersbach gehört seit Jahren zum Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) mit Sitz in Bonn. Auf Nachfrage der "Freien Presse", wie es ab Januar 2020 für die Markersbacher weiter geht, kam jetzt folgende Antwort aus dem Haus der KfH: "Aufgrund der schwindenden Hoffnung auf eine zeitnahe Nachbesetzung, wurden bereits Ende September die Patienten von uns entsprechend informiert. Damit gaben wir ihnen die Möglichkeit, die verbleibenden drei Monate auch für die Suche nach einem neuen Hausarzt nutzen zu können. Da sich bis dato kein Nachfolger für die hausärztliche Versorgung gefunden hat, werden wir den entsprechenden Kassenarztsitz zum Jahreswechsel an die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen zurückgeben und die Praxisräume auflösen." Und weiter heißt es: "Sollte sich wider Erwarten doch noch ein Arzt für die offene Stelle bewerben, sind wir gerne bereit, auch sehr kurzfristig wieder für die notwendige Räumlichkeiten und Ausstattung vor Ort zu sorgen." Die KV Sachsen habe zugesichert, dass die erneute Zuteilung eines entsprechenden Kassenarztsitzes in diesem Fall sehr schnell möglich wäre. Die derzeit dort tätigen drei Mitarbeiterinnen würden weiterhin für das KfH-Gesundheitszentrum Aue - in anderen Praxen der Region - arbeiten.

Sowohl Bürgermeister Frank Tröger als auch Gemeinderätin Ursula Hoyer (beide Freie Wähler) sind weiterhin bemüht, einen Arzt für den Ort zu suchen. Doch Mediziner fürs Land zu gewinnen, sei schwer. (matu)

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