Kita-Gebühren sollen 2020 steigen

Wachsende Betriebskosten machen das Betreuen von Kindern in Tagesstätten teurer. Um wie viel, wird in Breitenbrunn verhandelt.

Breitenbrunn.

Für die Betreuung der Mädchen und Jungen in den Kindertagesstätten in der Gemeinde Breitenbrunn sollen die Eltern ab dem 1. Januar 2020 höhere Beiträge zahlen. "Behalten wir die für das laufende Jahr geltenden Beiträge bei, würde das für den Gemeindehaushalt 2020 eine zusätzliche Belastung in Höhe von 55.000 Euro bedeuten", erklärte Bürgermeister Ralf Fischer (CDU). Darum beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung eine Empfehlung, die auf dem gesetzlichen Rahmen sowie auf den letzten Abrechnungen und den Planungen zu den Betriebskosten beruht. Diese Empfehlung wird nun mit den Trägern der Einrichtungen abgestimmt. Auch die Erziehungsberechtigten sind an wichtigen Entscheidungen, zu denen die Kostengestaltung gehört, zu beteiligen. Das geschieht über die Elternvertreter.

Derzeit liegen in der Gemeinde Breitenbrunn samt ihren Ortsteilen die Elternbeiträge für Krippenplätze mit täglich neunstündiger Betreuung bei 210 Euro (18,33 Prozent der 2018 je Platz angefallenen Betriebskosten). Für einen Kindergartenplatz mit neunstündiger Betreuung sind 115 Euro fällig (22,58 Prozent), für einen Hortplatz mit sechsstündiger Betreuung 65 Euro (23,64 Prozent). 2020 erhöhen sich die geplanten Betriebskosten im Vergleich zu 2018 um über 400.000 Euro. Im Vergleich zu 2019 kommt es laut den von den Trägern vorgelegten Haushaltsplänen 2020 zur Kostenerhöhung um etwa 160.000 Euro. "Das resultiert neben den generellen Kostensteigerungen aus den geänderten Betreuungsschlüsseln, aus höheren Löhnen durch Tarifabschlüsse sowie aus dem Hinzurechnen von Vor- und Nachbereitungszeiten", weiß Hauptamtsleiter Thomas Scheibner.

Der Vorschlag der Kommune lautet für den Krippenplatz 246,50 Euro (21,5 Prozent der Betriebskosten 2018), für den Kindergartenplatz 127,30 Euro (25 Prozent) und für den Hortplatz 68,74 Euro (25 Prozent).

Für Elternbeiträge gibt das sächsische Kindertagesstättengesetz den Rahmen vor. Ungekürzt sollen diese Beiträge für Krippenplätze mindestens 15 Prozent, höchstens 23 Prozent der zuletzt bekannt gemachten Betriebskosten betragen, für Kindergartenplätze vor dem Schulvorbereitungsjahr mindestens 15 Prozent, maximal 30 Prozent. Für Kindergartenplätze im Schulvorbereitungsjahr und für Hortplätze gilt nur die Höchstgrenze von 30 Prozent.

"Wir haben nun ein Verhandlungsmandat durch den Rat und können die Spielräume nennen", so Bürgermeister Fischer. "Wie in den Jahren zuvor werden wir versuchen, alles halbwegs verträglich zu gestalten, auch im Vergleich zu den Orten in der Umgebung, und das danach dem Rat zum Beschluss vorlegen."

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