Kitas kosten Kommune deutlich mehr Geld

Grünhain-Beierfeld plant für Jahr 2020 eine weitere Kreditaufnahme

Grünhain-Beierfeld.

Zur Ratssitzung am Mittwochabend sind den Räten der Stadt Grünhain-Beierfeld die Haushaltszahlen für 2020 vorgestellt worden. Das Einbringen des Etats ist stets ein Zahlenmarathon. Eine dieser Zahlen lässt besonders Aufhorchen. So müssen für die laufenden Kosten der kommunalen Kindereinrichtungen im nächsten Jahr rund 500.000 Euro mehr veranschlagt werden. Doch weder die Zahl der Kinder sei gestiegen, noch wurde mehr Personal eingestellt. Das erklärt Bürgermeister Joachim Rudler (CDU).

Die Kostenexplosion sei vor allem der allgemeinen Tarifanpassung der Löhne geschuldet, heißt es. "Wobei ich ausdrücklich betonen will, dass wir es sehr begrüßen, dass die pädagogischen Fachkräfte in unseren Einrichtungen auch gut bezahlt werden", fügt Rudler hinzu. Was ihm indes widerstrebe, das seien die gleichsam gestiegenen Verwaltungskosten, die die Stadt an die Träger der Einrichtungen zahlen muss. In Summe sind das gut 150.000 Euro. "Das Land hat sich offenbar bei seinen Zuschüssen verrechnet", so Rudler zynisch. Im Gespräch mit "Freie Presse" wird er noch deutlicher: "Es ist wie immer: Ganz oben werden Beschlüsse gefasst und Wohltaten versprochen. Bezahlen müssen das Ganze aber die ganz unten. Das kann so nicht sein!" Nun wolle er zunächst das Gespräch mit den Trägern suchen.

Für 2020 plant die Stadt zudem weitere Investitionen. Um Fördermitteln zu erhalten, müssen Eigenanteile finanziert werden. Dafür soll erneut ein Kredit aufgenommen werden. "Ich denke, wir werden etwas mehr als eine Million Euro brauchen", so der Stadtchef. Damit steigt die Kreditbelastung der Stadt auf insgesamt drei Millionen Euro. Das Bauvorhaben Oberschule wird ein wichtiges Projekt sein. Hinzu kommt der Bau des Bürgeramtes im Rathaus. Auch das Bergmannshaus am Schaubergwerk steht auf dem Plan, ebenso wie eine barrierefreie Toilettenanlage im Tierpark. Der Bau neuer Erschließungsstraßen ist ebenfalls vorgesehen: eine neue im Gewerbegebiet Grünhain und eine auf dem Mühlberg in Waschleithe, wo Wohnhäuser entstehen sollen.

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