Köche liefern sich heißes Duell am Holzkohlegrill

Auszubildende bereiteten exklusive Speisen zu. Die Herausforderung: Sie mussten mit einem Mini-Budget von zehn Euro für vier Personen auskommen.

Zwönitz/Schwarzenberg.

"An der Kräuter-Tomaten-Butter fehlt noch ein ganz klein wenig Salz", sagt einer der Juroren und kostet erneut. "Hut ab. Ansonsten ist alles perfekt." Sein Kompliment gilt Erik Niese aus Schwarzenberg. Der 22-Jährige absolviert derzeit seine Ausbildung zum Koch im Sonnenhotel Hoher Hahn. Er gehört zu zwölf angehenden Köchen im zweiten Lehrjahr, die sich gestern im Hof des "Alten Poststalls" ein Kochduell lieferten.

Die Herausforderung war groß: Für nur zehn Euro sollten vier Personen verköstigt werden. Eine Sättigungsbeilage war gewünscht. Statt Elektroherd stand nur der Holzkohlegrill zur Verfügung. 13 Uhr sollte alles fertig sein. "Es haben sich alle ins Zeug gelegt", resümierte Maik Arnold, Berufsschullehrer am Beruflichen Schulzentrum Schneeberg und erster Vorsitzender des Köchevereins Zwickau. Und doch waren die Unterschiede groß, was sich deutlich auf den Tellern zeigte. Während Erik Niese mit Scampi-Spieß und Dip, pikantem Paprikasalat sowie geröstetem Baguette mit Kräuter-Tomaten-Butter die Juroren ins Schwärmen brachte, gab es auch einen Teller mit Schweinesteak und Gurkensalat. Die Bewertung sprach Bände. Für die Scampis gab es 94 von 100 Punkten, fürs Schweinesteak nicht mal halb so viele.


"Ich habe meine Lehre in der Villa Theodor in Beierfeld begonnen und dort richtig viel gelernt", sagte Erik Niese. Rainer Wiesner, sein verstorbener Chef und bekannter Gourmetkoch des Erzgebirges, habe immer ein Feuerwerk für den Gaumen eingefordert. "Außerdem hat er gesagt, das Auge isst mit. Er hat mir eingebläut, dass die Optik, die Präsentation ganz entscheidend sei", so Niese. Schließlich habe das Auge die erste Begegnung mit dem Essen. "Das werde ich nie vergessen. Ich koche und arbeite heute noch so, wie ich es von ihm gelernt habe", erklärte der 22-Jährige.

Luigi Putschli aus Crimmitschau hat Wild-Lachs kredenzt. Der Lehrling im Hotel Meerane war selbstkritisch: "Bei meinem Fisch wären fünf Minuten früher besser gewesen." Dafür war er der preiswerteste Einkäufer. "Ich habe nur 8,70 Euro ausgegeben." Dazu servierte er Fenchelwalnusssalat mit Orangenfilets.

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