Kraftfahrer nehmen Schulanfang ernst

Eine Verkehrskontrolle gestern früh in Rittersgrün hat den ersten Tag des neuen Schuljahrs flankiert. Fazit: Es gab weder Raser noch Gurtmuffel.

Rittersgrün.

Erzgebirgsort Rittersgrün und Großstadt Chemnitz wiesen gestern eine Gemeinsamkeit auf: Die Polizeidirektion Chemnitz hatte die Grundschule Rittersgrün und die Grundschule Adelsberg für den Auftakt der Aktion "Sicherer Schulweg - hin und zurück" ausgewählt. Punkt 7 Uhr war die Laserpistole an der Karlsbader Straße in Rittersgrün in Richtung Pöhla "scharf".

Wenige Meter entfernt begrüßte Schulleiterin Caren Jonas-Clasen die Grundschüler, die - oft begleitet von Mutter, Vater oder Großeltern - die Treppe hochkamen. "Wir arbeiten gut mit der Polizei zusammen. Das betrifft die Verkehrserziehung und die Kontrolle des Geschehens auf der stark befahrenen Straße vor unserem Haus", sagte die Schulleiterin. Ein Ergebnis gemeinsamen Drängens sei, dass das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die warnenden Vignetten auf der Fahrbahn aus beiden Richtungen erneuern ließ. "Die von Eltern unterstützte Initiative, auf der Straße im Schulbereich Tempo 30 auszuweisen, hat bisher leider noch nicht zu einem Ergebnis geführt", erklärte Caren Jonas-Clasen.

Inzwischen traf auch der Bus ein, der 7.20 Uhr am Dorfberg in Breitenbrunn gestartet war, am Ratskeller und an Adners Gasthof hielt, um weitere Schulkinder aufzunehmen. "In diesem Schuljahr lernen bei uns 76 Mädchen und Jungen, darunter 17 Abc-Schützen. Auch ein Mädchen aus Karlovy Vary besucht unsere Einrichtung", so die Schulleiterin, die natürlich selbst unterrichtet und noch vier Kolleginnen hat.

Viele Eltern brachten ihre Kinder mit dem Auto, hielten kurz am Gehweg in Haltebuchten oder fuhren auf den Hof, wo der Nachwuchs in Ruhe aussteigen kann. "Nach unserer Beobachtung waren alle Fahrer und Kinder angeschnallt. Ein Lob an die Eltern", sagte Polizeihauptkommissar Dirk Gräßler. Mit Kriminalhauptkommissar Karl-Heinz Englert leitete er die Aktion, an der Beamte aus dem Polizeirevier Aue und vom Fachdienst Zentrale Aufgaben/Prävention beteiligt waren. Dieser Fachdienst ist sehr aktiv. 2017 führte er 337 verkehrserzieherische Veranstaltungen mit 4335 Teilnehmern im Vorschulbereich, 246 Veranstaltungen mit 4870 Teilnehmern im Grundschulbereich durch.

Und was brachte die Laserpistole gestern? Zulässig sind dort 50 km/h. Gemessen wurden 47 Fahrzeuge, das schnellste hatte 54 km/h drauf. Als Hausmeister für die Schule zuständig, schaute Reiner Mroß kurz bei der Aktion vorbei. "Gut, dass hier kontrolliert wird. Ein, zwei Stunden früher, wenn die Berufspendler hier durchdonnern, wäre die Trefferquote aber höher gewesen." Die Polizisten nahmen diesen Hinweis mit.

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