Künftiges Bürgerbüro soll im Mai schon als Wahllokal dienen

Im und am Rathaus von Schwarzenberg sind seit Monaten umfangreiche Bauarbeiten im Gange. Die Ziele: größerer Service und besserer Brandschutz.

Schwarzenberg.

Das komplette Erdgeschoss des Schwarzenberger Rathauses ist derzeit eine Baustelle. Von altem Putz befreite Mauerstein- und Ziegelwände, erneuerte Fußböden mit vorbereiteten Leitungsgräben, geöffnete Balkendecken, überall Kabel, Rohre, Werkzeuge - es ist viel Phantasie nötig, um sich in den entkernten Räumlichkeiten das moderne, serviceorientierte Bürgerbüro vorzustellen, das hier einziehen und über den bisherigen Rathaus-Haupteingang erreichbar sein soll. "Nach der Pause über Weihnachten und den Jahreswechsel sind seit 7. Januar die Handwerker wieder im Einsatz", erklärt Bauamtsleiterin Sybille Vogel. "Im Erdgeschoss werden derzeit neue Wände aufgemauert. Außerdem ist die Installation von Heizung und Elektrik in vollem Gange."

Etliche Mitarbeiter der Stadtverwaltung mussten wegen der Bauarbeiten für längere Zeit umziehen, Bürger müssen bei bestimmten Anliegen und Fragen vorübergehend Außenstellen im Stadtwerke-Komplex und im Bauhof aufsuchen. Deshalb interessiert die Frage, ab wann das Bürgerbüro im Rathaus nutzbar ist. "Eswird alles daran gesetzt, dass zu den Wahlen am 26. Mai 2019 das künftige Bürgerbüro bereits als Wahllokal dienen kann", formuliert Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU) vorsichtig. Die eigentliche Eröffnung werde für den Juni dieses Jahres ins Auge gefasst.


Fast fertig ist schon der neue Mitarbeiterzugang im Anbau an der Rückseite. Wenn die Restleistungen - Einbau der Laufmatte im Inneren und Pflastern vorm Türbereich - erledigt sind, geht der Zugang in Betrieb. "Das hängt vom Wetter ab", sagt Vogel. "Wir müssen da unter den jetzigen Winterbedingungen keinen unnötigen Druck machen."

Das Gesamtvorhaben schließt den parkplatzseitigen Anbau und das Anlegen eines zweiten Fluchtweges aus dem ersten Obergeschoss ein. Neben dem Bürgerbüro, in dem stark frequentierte Bereiche wie Einwohnermelde- und Standesamt konzentriert werden, geht es um mehr Brandschutz und um bessere Bedingungen für die Archive der Stadtverwaltung. Nicht alles war planbar. So vergaben am Montagabend die Stadträte im Technischen Ausschuss für gut 45.000 Euro Zimmererleistungen. Erst bei Abbrucharbeiten hatte sich gezeigt, dass die Holzbalkendecke unterm Ratssaal statische Probleme bereiten könnte.

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