Kulturbetrieb sucht junge Leute für ein soziales Jahr

FSJ-Stellen helfen beim Überbrücken der Zeit bis Studium oder Ausbildung

Aue/Schwarzenberg.

Was machen junge Leute, wenn sie ein Jahr auf den Traumausbildungsplatz oder einen Studienplatz warten müssen? Ganz oft entschieden sie sich für ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ). Nun hat sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt komplett geändert, so dass kaum noch überbrückt werden muss. Das merken letztlich auch jene, die mit FSJlern planen und so ihr Team aufstocken. Ein Beispiel ist der Kulturbetrieb des Erzgebirgskreises. "Unsere letzte FSJlerin hört jetzt auf, und Neue sind nicht in Sicht", sagt Teilbetriebsleiter Sven Neubert.

Die vorerst letzte FSJlerin heißt Liesbeth Müller und kommt aus Johanngeorgenstadt. Nach dem Abitur am Brecht-Gymnasium wollte sie ein Jahr überbrücken. Sie hatte die Wahl zwischen Gelegenheits- oder Minijobs und einem freiwilligen sozialen Jahr. Dessen Planungssicherheit war es, die sie überzeugte. Als Vergütung winkten monatlich 320 Euro, dazu 28 Urlaubstage. "Erst zum Vorstellungsgespräch hat sich gezeigt, wie vielfältig die Aufgaben sind", erinnert sich Siegel. Ihr Resümee fällt nahezu durchweg positiv aus. So organisierte sie Kindergeburtstage mit, betreute Bastelstraßen, kellnerte zu Artmontan-Veranstaltungen und schlüpfte bei Abenteuerwanderungen in verschiedene Rollen: Prinzessin, verschwundenes Mädchen, Pirat und Französin. "Ich kann es jedem empfehlen. Das Jahr hat mir ganz viel gebracht." Gerade auch in der Persönlichkeitsentwicklung. "Ich bin sehr gereift."


Immer mehr habe sie gelernt, auch eigene Entscheidungen zu treffen. FSJler sollten schon ein gesunde Portion Selbstbewusstsein mitbringen, kontaktfreudig und selbstständig sein. Wie überall habe das Jahr Höhen und Tiefen gehabt. Die Artmontan-Veranstaltungen beispielsweise hätten geschlaucht, die Kindergeburtstage auf Schloss Schwarzenberg blieben unvergessen.

Sven Neubert hofft, dass sich vielleicht kurzfristig noch junge Leute als FSJler bewerben, die ins Profil passen und Lust auf ein spannendes Überbrückungsjahr haben. Offizieller Start ist schon am 2. September.

Bewerbungen sind zu richten an den Kulturbetrieb des Erzgebirgskreises, Sven Neubert, Wettinerstraße 64 in 08280 Aue.

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