Kundgebung gegen Auflagen

Versammlung in Aue läuft diesmal ruhig ab

Aue.

Unter dem Motto "Corona-Wahnsinn beenden" hatte der NPD-Stadtrat von Aue Bad-Schlema, Stefan Hartung, am Freitagabend zu einer Kundgebung auf den Anton-Günther-Platz in Aue aufgerufen. Rund 120 Teilnehmer waren nach Polizeiangaben diesem Aufruf gefolgt und versammelten sich mit dem geforderten Mund-Nasen-Schutz. Hartung erklärte, dass er die Schutzmaßnahmen der Regierung während der Corona-Krise für eine Gängelei halte und bezeichnete die Virologen des Robert-Koch-Institutes als Scharlatane. Als nächster ergriff Lars Bochmann (parteilos) das Wort, der über die Liste der AfD in den Aue-Bad Schlemaer Stadtrat gewählt wurde. Er hätte bereits auf der Kundgebung vom 1. Mai reden sollen. "Die Polizei sorgte aber dafür, dass ich nicht sprechen konnte", begründete er. Stattdessen seien er und andere eingekesselt worden und hätten dann eine Anzeige erhalten, weil sie nicht den vorgeschriebenen Abstand eingehalten hätten. "Doch das war gar nicht möglich", sagte Bochmann. Deshalb habe er dagegen Widerspruch eingelegt. Auch über die Liste der AfD in den Lößnitzer Stadtrat gewählt wurde Matthias Henke (parteilos), der nach Bochmann sprach. Er bezeichnete die Polizei als kriminell und sagte, dass er nach Kundgebungen in Chemnitz und in Aue den Respekt vor ihr verloren habe. Nach Angaben der Polizei sei die Kundgebung diesmal friedlich verlaufen. (tjm)


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