Landratsamt gibt E-Autos gute Note

Ein erstes Fazit zu neuen Elektro-Dienstfahrzeugen der Landkreisverwaltung fällt positiv aus. Anfängliche Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet.

Aue/Annaberg.

Im Frühjahr 2020 sind an den Standorten Annaberg-Buchholz, Aue-Bad Schlema, Marienberg und Stollberg Ladesäulen für Elektrofahrzeuge an das Landratsamt übergeben worden. Fast zeitgleich wurden vier Volkswagen Golf VII in der vollelektrischen Variante "e-Golf" im allgemeinen Fuhrpark in den Dienst gestellt.

Wie die Landkreisverwaltung mitteilte, wurden bis Ende November vergangenen Jahres mit den vier Elektrofahrzeugen insgesamt über 550 Dienstfahrten getätigt und dabei umweltfreundlich mehr als 28.000 Kilometer zurückgelegt. "Die Nutzungszahlen wären bestimmt noch höher ausgefallen, wenn das Jahr nicht durch Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie geprägt gewesen wäre", ordnet Jens-Uwe Seemann, der in der Verwaltung für den Fuhrpark verantwortlich ist, die Ergebnisse im Rückblick ein.

Anfängliche Befürchtungen über leergefahrene Akkus bewahrheiteten sich nicht. Das E-Auto habe im Dienstbetrieb den positiven Eindruck aus den vorher durchgeführten Testfahrten bestätigt. "Als zuverlässig zeigen sich die vier Dienstwagen im Dauerbetrieb. Bis auf ein Softwareupdate des Herstellers blieben die Fahrzeuge von außerplanmäßigen Werkstattaufenthalten verschont", so Seemann in seinem ersten Fazit. Technische Probleme hätten lediglich die Ladesäulen bereitet. So musste laut Fuhrparkleiter in Annaberg-Buchholz die Schließmechanik getauscht werden.

"Gespannt waren wir, wie sich der Stromverbrauch im täglichen Fahrbetrieb einpegelt. Nach gut einem halben Jahr bei meist warmem Wetter liegt der Durchschnittsverbrauch bei 16,6 Kilowattstunden pro 100 Kilometer", so Seemann. Rechne man für die Kilowattstunde mit 30 Cent, so seien knapp 5 Euro für 100 Kilometer fällig. Ein vergleichbarer Benziner benötige aktuell für die gleiche Strecke etwa drei Euro mehr. "Trotz dieses Kostenvorteils, einer zehnjährigen Kfz-Steuerbefreiung und voraussichtlich geringeren Wartungskosten ist es für eine abschließende Bilanz noch zu früh", fasst Jens-Uwe Seemann zusammen. Trotzdem ist er zufrieden. Sein Fazit: "Die Elektrofahrzeuge haben sich im Dienstbetrieb des Landratsamtes Erzgebirgskreis vollumfänglich bewährt." Zwar sei der verbrauchte Strom noch nicht zu 100 Prozent CO2-neutral, doch seien die E-Autos ein kleiner Beitrag, um die regionalen Umweltemissionen zu senken. (fp)

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