Lausitzer Gruppe übernimmt BWF

Fast alle Arbeitsplätze im Vogtland bleiben erhalten. Die Investoren hatten zuvor eine Traditionsfirma in Ellefeld gerettet.

Steinberg/Stützengrün.

Mit Wirkung zum heutigen Freitag übernehmen Werner und Maximilian Deharde mit ihrer Lausitzer Gruppe den Geschäftsbetrieb der BWF Beeren-, Wild-, Feinfrucht GmbH aus Steinberg im Vogtland - das haben die beiden Firmen am Donnerstag mitgeteilt. Die in Rothenkirchen ansässige BWF befand sich seit 1. September 2018 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Nach Auskunft von Juniorchef Maximilian Deharde werden 29 der 32 derzeitigen BWF-Beschäftigten übernommen - nur die Buchhaltung nicht.

"Die BWF passt bestens zu uns", meint Deharde. Seine Lausitzer Gruppe hatte 2016 bereits die insolvente Firma Ackermanns Haus GmbH in Ellefeld übernommen und unter dem Namen Kinella GmbH nach eigenen Angaben "wieder auf Erfolgskurs getrimmt". Die Investoren erwarten durch die Nähe der beiden Firmen Synergie-Effekte. Außerdem gewinne man durch die Übernahme der Rothenkirchener ein Tiefkühllager - vorher habe man lange geplant, eines zu bauen. "Das hat sich nun erübrigt, da die BWF über ausreichende Kapazitäten verfügt", so Maximilian Deharde.

Die BWF blickt als Familienunternehmen auf eine über 130-jährige Tradition zurück und verfügt über viel Erfahrung in der Herstellung von Pilz- und Beerenkonserven sowie Gemüsesuppen und Fertiggerichten. Die Produktpalette umfasst laut Mitteilung der Firma aktuell ein Sortiment von über 200 Artikeln, die in fast allen Lebensmittelketten zu finden sind. Der moderne Produktionsbetrieb wurde Mitte der 1990er-Jahre in Steinberg, Ortsteil Rothenkirchen, neu errichtet und in zwei Erweiterungsstufen während der Jahre 2001 und 2006 um ein Fertigwaren- und Trockenlager sowie ein Tiefkühlhaus erweitert. Ein kleiner Betriebsteil, in dem Pilze gewaschen wurden, befand sich bislang in Stützengrün. Dieser soll nach Auskunft von Deharde jedoch geschlossen werden.

Die Krise des Unternehmens führt die derzeitige Geschäftsleitung auf Fehlentscheidungen aus der Zeit vor 2013 zurück. Inzwischen habe man sich wieder erholt.

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