Luchs wurde schon 1985 gesehen

Jäger aus Johann'stadt geht sogar von Nachwuchs aus

Johanngeorgenstadt.

Der Luchs ist im Westerzgebirge offenbar schon länger wieder heimisch als von Fachleuten derzeit angenommen wird. "1985 hat mir ein Bekannter glaubhaft berichtet, dass er einen Luchs in der Nähe der alten Sägemühle im Wittigsthal gesehen hat", sagte am Freitag Uwe Weigel (80) aus Johanngeorgenstadt. Der Standort liegt am heutigen Grenzübergang nach Potucky. Weigel war viele Jahre lang Jäger. Er berichtet, dass der Luchs zu DDR-Zeiten vor allem in den Wintermonaten gesichtet worden sei. "Zeitweise waren sie zu zweit." Der Senior nimmt an, dass es auch mehr Luchse gibt als bekannt ist. Vor zwei Jahren habe ein Bekannter von ihm im Grenzgebiet einen Luchs mit drei Jungen gesehen.

Durch das sächsische Wolfsmonitoring ist nur die dauerhafte Anwesenheit eines Luchses in der Region um den Rabenberg nachgewiesen. Seit 2013 ist der Kater, den die Wildtierforscher "Fidelius" getauft haben, mehrfach gesehen und wiederholt von Fotofallen aufgenommen worden. Die Fachleute hoffen, dass Fidelius irgendwann ein Weibchen findet. "Die Luchse sind schon fest bei uns zuhause", glaubt hingegen der frühere Jäger Weigel. "Darüber freue ich mich. Der Luchs soll ruhig bleiben, er gehört hierher." (mu)

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