Mehr Schwerbehinderte ohne Job

Beschäftigungsquote von Menschen mit Handicap liegt im Erzgebirge bei 3,9 Prozent

Aue/Schwarzenberg.

Der Anteil arbeitsloser Schwerbehinderter im Erzgebirgskreis ist gestiegen. Von insgesamt 7696 arbeitslosen Menschen sind aktuell 601 schwerbehindert. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 6,9 Prozent beziehungsweise 39 Personen mehr. "Die Corona-Pandemie hat demnach auch Auswirkungen auf Menschen mit Handicap", bilanziert Katrin Steyer, operative Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Annaberg-Buchholz.

"Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist es ein wichtiges Anliegen der Arbeitsagentur, Potenziale für Menschen mit Behinderung aufzuzeigen. Diese Menschen verfügen oft über eine sehr gute Qualifikation und zeigen hohe Motivation und Einsatzbereitschaft", so Steyer. Mehr als 80 Prozent der Menschen mit Behinderung im Erzgebirgskreis seien gut ausgebildete Fachkräfte und in vielen Bereichen der Wirtschaft einsetzbar. Sie hätten einen Berufsabschluss oder eine akademische Ausbildung. "Damit sind sie besser qualifiziert als der Durchschnitt aller Arbeitslosen", sagt Steyer. Oftmals werde behinderten Menschen jedoch der Zugang zum regulären Arbeitsmarkt erschwert und sie brauchen besondere Unterstützung. "In vielen Fällen wird Inklusion schon gelebt. Rund 2770 Erzgebirger mit Handicap sind in einer Beschäftigung. Der Großteil von ihnen (1367) ist älter als 55 Jahre", betont Steyer.

Bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen sei aber noch Luft nach oben. Ihre Beschäftigungsquote liege im Erzgebirge bei 3,9 Prozent. Sachsenweit liegt sie bei 4,1 Prozent. Die Arbeitsagentur unterstütze regionale Unternehmen gern dabei, Menschen mit Handicap eine Chance zu geben. (tw)

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