Mit Tempo 420 durch die Lüfte

Das Flugplatzfest in Bernsbach lockte am Samstag viele Gäste an. Ein 17-Jähriger versetzte das Publikum ins Staunen.

Lauter-Bernsbach.

Das Flugzeug, das Niklas Wolf in den Händen hält, ist kein Modell, das die Blicke auf sich zieht. Es wirkt unspektakulär. Es hat schmale, lange Flügel und einen schlanken Rumpf. Das Pilf ist anthrazitfarben mit grünen Zierstreifen. Kurze Zeit später versetzt dieses kleine Modellflugzeug die Besucher des Bernsbacher Flugplatzfestes in Erstaunen. Denn der Flieger zieht mit bis zu 420 Kilometern pro Stunde seine Kreise. Dass die Steuerung bei dieser Geschwindigkeit eine Herausforderung für den Piloten ist, versteht sich von selbst.

Niklas Wolf hat genau das drauf. Immer wieder reißt er das Elektroflugzeug, das aus Kohlefaserkunststoff besteht und sich durch eine besondere Stabilität auszeichnet, steil nach oben oder ändert binnen eines Wimpernschlags die Richtung. "Da wirken hunderte Kilo. Das sind Spezialfirmen, die solche Flugzeuge anbieten", sagt Uwe Rehn, der während des Flugplatzfestes als Flugleiter fungiert und sich vor allem um die Sicherheit kümmern muss.


Der 17-jährige Niklas jedenfalls bringt einiges an Erfahrung mit. Er hat schon im Alter von sechs Jahren mit dem Modellflugzeugbau angefangen. Jedes Flugzeug sei anders. "Bei diesem ist es der Speed, der den Reiz ausmacht", so Wolf. Und auch Uwe Rehn weiß: "Das ist einfach nur auf Geschwindigkeit getrimmt. Adrenalin pur - würde ich mal sagen."

Insgesamt zählt der Verein Modellbau Spiegelwald 19 Mitglieder sowie vier Kinder und Jugendliche. Der Flugplatz zwischen Grünhain und Bernsbach ist oft das Ziel der Mitglieder. "In diesem Jahr hatten wir schon knapp 30 Flugtage. Sobald das Wetter mitspielt, sind Leute von uns hier oben. Heute beispielsweise haben wir Glück mit dem Wind. Er weht parallel zum Netz", erklärt Rehn. Ein Windsack zeigt die Windrichtung an. Das Netz diene der Sicherheit der Zuschauer und dürfe nicht überflogen werden. Deshalb mussten die anreisenden oder auch abreisenden Gäste warten, so lange ein Flugzeug seine Runden drehte und durften die Start- und Landebahn nicht überqueren.

Patrick Uhle aus Hartmannsdorf war mit seiner Familie am Spiegelwald: "Wir hatten davon gelesen und gesagt, da machen wir einen Ausflug hin. Die Anlage hier überrascht mich angesichts ihrer Größe", so der Hartmannsdorfer.

Claudia und André Schneider aus Hohenstein-Ernstthal besuchten den Flugplatz auch zum ersten Mal. "Die Shows sind toll", sagt Claudia Schneider, die aus Bernsbach stammt. "Es ist sehr beeindruckend, was die Piloten können."

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