Moosbach-Wohngebiet hängt nun am zentralen Wassernetz

Das geschieht eher selten: Nach einem Jahr Baustelle unmittelbar vor den Türen ihrer Häuser und in ihren Grundstücken gibt es spontanes, lautes Lob von den Anwohnern.

Grünhain.

Würde man den Paragrafen 1 der Straßenverkehrsordnung etwas abwandeln in "Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme", dann hätte man bereits das Erfolgsrezept für eine gut funktionierende Baustelle. Während der Erschließung des Grünhainer Wohngebiets Am Moosbach hat das genau so funktioniert. Und das sagen nicht nur die Offiziellen vom Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW), in deren Auftrag dort seit einem Jahr gebaut wurde, sondern vor allem die Bewohner und Anlieger der Straße. Und das will was heißen.

"Ein großes Lob von uns an die Bauleute - à la bonne heure!", ruft Hans-Jürgen Bach nach den Erklärungen von Bürgermeister Joachim Rudler, zugleich Verbandsvorsitzender des ZWW, und den Worten von Frank Kippig, Geschäftsführer des ZWW. Am Dienstagnachmittag ging eine über einjährige Bauzeit im Moosbachgebiet zu Ende. 40 neue Hausanschlüsse an die zentrale Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sind entstanden.

"Hier wurden auf 320 Metern Länge ein neuer Schmutzwassersammler gelegt und 40 neue Hausanschlüsse neu an- oder umgebunden", nennt Kippig konkrete Zahlen. Hinzu kam ein neuer Regenwassersammler von 340 Metern Länge, der nun in den Moosbach mündet und in den 17 Häuser einleiten. Macht im Bereich Abwasser eine Investsumme von 444.000 Euro. Darin enthalten sind 77.000 Euro Fördergeld.

Für die Trinkwasserversorgung wurden auf 370 Metern neue Rohrleitungen verlegt, 41 Hausanschlüsse gewechselt. "Vorher waren das noch alte Stahlrohre", sagt Kippig. Der Mischwassersammler ein altes Betonrohr. Nun aber habe man ein neues Trennsystem mit Abwasser- und Regenwasser aufgebaut. "Das Verständnis und die Kooperationsbereitschaft der Leute war enorm", so Kippig. Denn in manchen Grundstücken habe das zur Folge gehabt, dass an drei Stellen vorm Haus oder im Garten aufgegraben werden musste. "Wir haben auf dieser Baustelle rund 25.000 Kubikmeter Aushub bewegt. Und sind auf verschiedensten Grund gestoßen, von Torf über Fels bis Schotter", sagt Jörg Geller, Niederlassungsleiter der bauausführenden Firma WTI. Er gibt das Lob der Anlieger gern an seine Bauleute weiter, betont er. Und die haben mit dem Röhrenweg in Grünhain bereits die nächste Baustelle in unmittelbarer Nähe im Blick.

"Wir wollen miteinander bauen, nicht gegeneinander, hieß es zur Bauanlaufberatung im August vergangenen Jahres", erinnert sich Anwohnerin Annette Böswetter. Was sie zunächst belächelte, bestätigt sie heute. "Es war ein Miteinander." Auch Rolf Sprangler meint: "Große Klasse. Die haben wirklich alles möglich gemacht. Sogar den Bagger mal rübergefahren. Wir haben selbst parallel zu Hause noch gebaut. Aber alles war möglich oder eben kein Problem." Und so stießen am Ende alle gemeinsam und gern auf eine gelungene Sache an.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...