Musikfest Erzgebirge zeigt Kunstvolles in Stuben und Höfen

Vor dem Abschlusskonzert in der St.-Georgen-Kirche lohnt sich ein Bummel durch Schwarzenbergs Altstadt. Am Sonntag lässt sich dort Kunst in vielerlei Form neu entdecken.

Für Sie berichtet: Beate Kindt-Matuschek

Der besondere Reiz der Schwarzenberger Altstadt steckt vor allem in der baulichen Substanz der Häuser, engen Gassen und kleinen Stuben. Von der Existenz zahlreicher, reizvoller Innenhöfe wissen indes nur die Wenigsten. Und nur ein Bruchteil dieser Höfe ist öffentlich zugänglich.

Dieses Geheimnis soll nun für einen Tag gelüftet werden - am Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Es ist jener letzte Tag des Musikfests Erzgebirge, an dem die Stadt zahlreiche Gäste und Musikfreunde aus nah und fern erwartet. Doch auch die kleinen und großen Schwarzenberger können dann in ihrer Stadt ganz neue und bislang verborgene Blickwinkel entdecken. Denn hinter bekannten Fassaden öffnet sich an diesem Tag so manches private Kleinod.

Am 16. September erklingt in Schwarzenberg das festliche Abschlusskonzert des diesjährigen Musikfestes Erzgebirge. Diesen musikalischen Höhepunkt in der altehrwürdigen St.-Georgen-Kirche nutzend, lädt im Vorfeld des Konzerts der Verein der Schwarzenberger Kunstfreunde zu einem geselligen und kunstvollen Treffen in Stuben und auf Höfen der Altstadt ein. "Dort sollen sowohl Einheimische als auch Gäste der Stadt der Kunst auf vielfältige Weise begegnen", sagt Lilly Vicedom, Vorsitzende des Vereins. Kunst lasse sich überall entdecken. Nicht nur in den Ateliers, die sich im Stadtzentrum befinden, bei den namhaften Künstlern. Wie im Atelier von Professor Hans Brockhage, wo dessen Sohn Paul seine Arbeiten zeigen wird. Oder in Atelier und Galerie von Hartmut Rademann. Und in den neueren Galerien von Maler Rico Weißflog an der Oberen Schlossstraße und bei Gabriele Fritzsch in der Vorstadt. Sie alle haben sich zudem Freunde und Künstlerkollegen eingeladen. Auch viele Geschäfte öffnen an diesem Tag.

Kunst kommt bekanntlich von Können - und somit zählt für den Verein der Kunstfreunde auch das Kunsthandwerk zu den Künsten, die einmal mehr in den Blickpunkt rücken sollen. Dazu gehören alte Handwerkskünste wie Goldschmieden, Putzmacherei, Lederverarbeitung und die Handschuhmanufaktur. Aber auch Genusskunst wie Konditorei und Kochkunst zählen dazu. Die Musik nicht zu vergessen. Sie kommt facettenreich, ungewöhnlich und diesmal ohne große Bühnen daher. Sie ist nicht zwangsläufig klassisch, aber sehr wohl unterhaltsam und beschwingt.

Das Wandeln und Entdecken der Kunst in ihrer Vielgestalt soll die Gäste, Freunde des Musikfests und Kunstfreunde, von 11 bis 17 Uhr auf bislang ungewohnte Weise auf das Abschlusskonzert des Fests einstimmen. Sobald es erklingt, verstummt der Trubel in den Stuben und auf den Höfen, denn das Konzert in St. Georgen wird aufgezeichnet.

Blaue Flyer geben einen Überblick, wo was zu finden sein wird. Sie sollen neugierig machen auf die Kunst, die sich in diesen Stunden in der Altstadt entdecken lässt.

Karten für das Abschlusskonzert des Musikfestes Erzgebirge ab 18 Uhr in St. Georgen sind in den "Freie Presse"-Shops erhältlich.

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