Musiksommer in St. Georgen lockt mehr als 2000 Besucher an

An neun Abenden wurde das große Schwarzenberger Gotteshaus wieder zu einem außergewöhnlichen Konzertsaal. Maximal 250 Teilnehmer pro Veranstaltung waren zugelassen.

Schwarzenberg.

Mit einer eindrucksvollen Aufführung von Beethovens C-Dur-Messe ist der diesjährige Musiksommer in der Schwarzenberger St.-Georgen-Kirche zu Ende gegangen. Es war zugleich ein gelungener Übergang zum Musikfest Erzgebirge, das an gleicher Stelle mit einer Messe Johann Sebastian Bachs eröffnet wurde.

Die Aufführung von Beethovens Messe aus Anlass seines 250. Geburtstages stellte eine gelungene, auf hohem Niveau stehende Würdigung dieses Ereignisses dar. Die Merseburger Hofmusik, das Collegium Vocale Leipzig, der Kammerchor der Schlosskapelle Saalfeld, dazu das gut disponierte Solistenquartett mit Julia Sophie Wagner, Britta Schwarz, Patrick Vogel und Tobias Berndt sowie der Organist Denny Wilke erweckten Beethovens Noten in unvergesslicher Weise zum Leben. Aufgrund der gegenwärtigen Pandemiebestimmungen mussten die Aufführenden im Schwarzenberger Gotteshaus den bekannten Mindestabstand einhalten. Das führte dazu, dass Sängerinnen und Sänger sowohl im Altarraum als auch in zwei Chören und auf der Empore Aufstellung nahmen. Dadurch entstand ein Klangbild, das an Volumen alle bisher in dieser Kirche erlebten Konzerte übertraf, aber trotzdem durchsichtig blieb und einen tiefen Eindruck hinterließ. Lang anhaltender Schlussapplaus dankte den Künstlern, die unter der einfühlsamen Leitung von Michael Schönheit musizierten, für den gelungenen, in bester Erinnerung bleibenden Abend.

Neben diesen feierlichen Klängen hatte der diesjährige Musiksommer in St. Georgen eine große Bandbreite an musikalischen Kostbarkeiten zu bieten. Laute und leise Töne erklangen, fröhliche, ausgelassene, aber auch ernste. Sie spendeten in diesen schwierigen Zeiten den Zuhörern Freude, Entspannung und Trost und den Aufführenden Hoffnung auf baldige normale Zeiten.

Neben dem Abschlusskonzert fanden die beiden Konzerte mit Harmonic Brass und das Orgelkonzert mit den Brüdern Kaufmann die größte Resonanz. Durchschnittlich 240 Zuhörerinnen und Zuhörer aus nah und fern lauschten den Darbietungen an neun Abenden. Damit ergibt sich eine Gesamtbesucherzahl von über 2000. Bei 250 zugelassenen Veranstaltungsteilnehmern je Konzert ist dies ein gutes Ergebnis. Kirchenmusikdirektor Matthias Schubert, der Organisator der Veranstaltungsreihe, ist über den Verlauf des Musiksommers und die Publikumsresonanz sehr erfreut "und als Christ Gott dankbar, dass das Festival in dieser Form stattfinden konnte".

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