Nach Benefizkonzert ist endlich Baustart

Die Christuskirche in Beierfeld erhält einen barrierefreien Zugang. Die ursprünglichen Pläne dürfen allerdings nicht verwirklicht werden.

Beierfeld.

Besser hätte es aus Sicht von Pfarrer Friedemann Müller kaum laufen können. Nachdem sich der Baustart für den barrierefreien Zugang zur Christuskirche Beierfeld und wichtigen Sanierungsmaßnahmen an der Fassade des Eingangportals immer wieder verschoben haben, soll es nun am Montag losgehen. "Das passt, denn am Samstag haben wir noch ein Benefizkonzert zugunsten unserer Kirche", sagt Pfarrer Müller. 19 Uhr beginnt am 1.September das Konzert im Licht, was unter anderem von Luise Egermann am Piano und Thomas Baldauf an der Zither gestaltet wird. Die Spenden sollen dem barrierefreien Zugang zugute kommen.

Da die Kirchgemeinde nur mit Fördermitteln aus dem Leader-Programm diese Maßnahme durchführen kann, klemmte es längere Zeit mit dem Baustart. "Wir haben die Mittel, 50 Prozent der Bausumme zwar genehmigt bekommen, aber noch kein Geld erhalten. Dadurch hat sich die Umsetzung immer weiter nach hinten verschoben hat", berichtet Müller. Ursprünglich sollte schon im April Baustart sein. Jetzt hoffen die Verantwortlichen, dass sie innerhalb von sechs Wochen fertig werden.

Mindestens 80.000 Euro kostet die Maßnahme, in deren Rahmen an der rechten Kirchenseite der barrierefreie Zugang entstehen soll. "Ursprünglich wollten wir den Zugang direkt am Eingangsportal, hatten auch schon tolle Pläne, doch der Denkmalschutz hat dem nicht zugestimmt", sagt Müller. Dabei hätte es, seiner Meinung nach, super ausgesehen. Wie an anderen historischen Gebäuden auch sollten moderne Elemente den Blick auf sich ziehen.

Um dem Denkmalschutz gerecht zu werden, muss der barrierefreie Zugang, der sowohl von Rollstuhlfahrern als auch mit Kinderwagen genutzt werden kann, im hinteren Teil der Christuskirche entstehen. Auch zusätzliche Parktaschen sind dort angedacht. "Der Weg zum barrierefreien Eingang soll mit großen Steinen gepflastert werden", sagt der Pfarrer und ergänzt: "Momentan ist dort Rasengitter verlegt, das ist natürlich ungeeignet."

Zudem sei der Bereich abschüssig. Bei starkem Regen würde das Wasser Richtung Kirche laufen. "Das soll sich ändern", erklärt Müller. Die zunächst veranschlagten 80.000 Euro werden allerdings nicht reichen, weil zusätzlich Sandsteinarbeiten notwendig sind. "Wir rechnen mit 10.000 Euro zusätzlich." Den Zuschlag für den Außenbereich hat die Firma Landschaftsbau Pügner bekommen, die Steinmetzarbeiten übernimmt Scheunert aus Stollberg und für die Elektrik ist die Firma Wurlitzer zuständig.

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