Nacktfoto auf dem Handy bringt Mann vor Gericht

Rentner zeigt Elfjähriger im Bus anzügliches Bild - Er räumt Tatvorwurf ein

Aue.

Reumütig hat gestern ein Rentner das von Richter Christian Weiß am Amtsgericht Aue ausgesprochene Urteil angenommen. Der 61-Jährige wurde wegen Verbreitens pornografischer Schriften und Besitzes verbotener Waffen zu insgesamt 100 Tagessätzen zu 10 Euro verurteilt.

Im konkreten Fall ging es darum, dass der Mann im Bus einer Elfjährigen auf dem Handy ein Nacktfoto von sich selbst gezeigt haben soll. Dem Mädchen blieb eine Vernehmung erspart, weil der Angeklagte schon gegenüber der Polizei alle Tatvorwürfe eingeräumt hatte. "Das werte ich positiv", sagte Weiß in seinem Urteil. Von dem Angeklagten wurden neben Telefonen und Fotos auch zwei Messer, die er zu Hause hatte, beschlagnahmt. Dass er deren Einziehung nicht behinderte, wirkte sich ebenso zu seinen Gunsten aus. Richter Weiß schenkte der Aussage des Angeklagten, dass die Messer ein Geschenk seines verstorbenen Freundes sind, Glauben. Es handelt sich laut Weiß um ein Springermesser und ein Butterflymesser, deren Besitz verboten ist. Weil der Mann bereits einschlägig vorbestraft ist, mahnte der Richter, dass er es nun dabei bewenden lassen soll. "Es war zwar nur ein Bild auf dem Handy, aber Sie haben es öffentlich aufgerufen", begründete er die Strafe. "Es tut mir sehr leid", so der Angeklagte, der ohne Verteidiger vor Gericht erschienen war. Er versprach, dass es nicht wieder vorkommt.

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