Neubau der Volkssolidarität wächst und mit ihm das Interesse

Noch herrscht Hochbetrieb im Rohbau an der Sachsenfelder Straße in Sonnenleithe. Die 32 Wohnungen sind aber bereits erkennbar - 90 Prozent davon schon vergeben.

Schwarzenberg.

Betont langsam läuft ein älterer Herr mit weißem Haar den Bauzaun entlang, und blickt dabei immer wieder interessiert zur Baustelle, wo derzeit an der Sachsenfelder Straße im Schwarzenberger Stadtteil Sonnenleithe reges Baugeschehen herrscht. Dort lässt die Volkssolidarität (VS) Westerzgebirge derzeit ein neues Gebäude für Betreutes Wohnen errichten, mit 32Wohnungen, in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Zuschnitten. Im Erdgeschoss wird es eine Tagespflege mit 15 Plätzen geben. "Es sind viele Leute, die den Bau aufmerksam verfolgen", sagt Béla Ullmann. Er ist der Geschäftsführer der VS Westerzgebirge und somit als Bauherr fast täglich auf der Baustelle. "Wir liegen gut im Plan. Haben zwar zeitlich einen leichten Bauverzug, aber der ist angesichts der Größe des Vorhabens kaum erwähnenswert", so Ullmann. Anfangs gab es Probleme mit dem Baugrund. Das habe etwa 14 Tage gekostet. Ansonsten ist der Bauherr sowohl mit dem Bauverlauf als auch mit der bisher abgelieferten Qualität der Firmen sehr zufrieden.

"Wir haben vorrangig einheimische Firmen, die hier bauen, das macht sich bemerkbar. Es läuft gut", so seine Einschätzung. Zudem bewege man sich noch immer im geplanten Kostenrahmen, was einen Bauherrn natürlich besonders freut. Rund fünf Millionen Euro wurden als Investitionssumme für das Objekt zum symbolischen ersten Spatenstich Anfang April 2018 genannt - finanziert über die Bank für Sozialwirtschaft und die KfW-Bank. Für die VS ist es das bislang größte Investvorhaben in der Region. Das Grundstück an der Sachsenfelder Straße hatte der Wohlfahrtsverband zuvor von der Stadt gekauft.


Das Werden und Wachsen des schon jetzt farbenfrohen Flachbaus wird von Passanten und Bewohnern des Stadtteils rege verfolgt. Schon jetzt seien 90 Prozent der Wohnungen vergeben, nur zwei sind noch frei. "Die Nachfrage war enorm", berichtet Ullmann. Barrierefrei sind alle Wohnungen, egal, ob die großzügig geschnittene Wohnung für Rollstuhlfahrer oder die winzige Single-Wohnung mit nur 28 Quadratmeter. Und alle verfügen über ein Bad mit ebenerdiger Dusche, eine Küchenzeile sowie Balkon oder Terrasse. Über einen Laubengang sind alle Wohnungen erreichbar. Im Haus selbst gibt es einen Fahrstuhl.

"Die kleinste Wohnung war zuerst weg", sagt Ullmann. Die Größen differieren von 28 bis 84 Quadratmetern. "Wir wollen im Haus auch eine gute Altersmischung hinbekommen." Altersmischung insofern, dass auch ältere Ehepaare einziehen werden, die vielleicht noch selbst Auto fahren und anderen Bewohnern bei einer Besorgung mal behilflich sein können. "Uns geht es um das gute Miteinander und Füreinander", so Ullmann. Die Mietpreise werden zwischen 7,90 und 8,90 Euro (kalt) pro Quadratmeter liegen. In der Grundpauschale sind zudem diverse Beratungs- und Betreuungsleistungen enthalten. Besichtigungen laufen bereits, auch wenn hier oder da noch eine Zarge, ein Türblatt oder ein Toilettenbecken fehlt.

Spätestens im Herbst sollen die Umzugswagen vor der Tür stehen. "Ich denke, im vierten Quartal können wir einweihen", so der Bauherr.

Nach dem Rundgang über die Baustelle stehen bereits zwei ältere Männer am Zaun und reden angeregt - natürlich über den Neubau.

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