Neue Anlage ermöglicht Wettkämpfe für Nachwuchs

Wer ein Talentestützpunkt für Sportschützen sein will, der muss entsprechende Voraussetzungen erfüllen. Deshalb packen die Mitglieder des Schützenvereins ordentlich an.

Pöhla.

Der neue Schießstand für Luftdruckwaffen im Kinder- und Jugendbereich in Pöhla nimmt immer mehr Gestalt an. Doch bis die Anlage richtig in Betrieb gehen kann, werden noch einige Wochen ins Land ziehen, müssen sich die Mitglieder des örtlichen Schießsportvereins in Geduld üben. "Wir haben erst vor ein paar Tagen erfahren, dass die eigentliche Anlage, also die Technik, erst im Dezember geliefert werden kann", sagt Vereinsmitglied Dirk Fiebich, der die Bauleitung übernommen hat. Denn nicht Firmen, sondern Vereinsmitglieder haben den Bau in Holzständerbauweise - wie es so schön heißt - hochgezogen.

"Zunächst haben wir das Streifenfundament gesetzt, die Grundmauer geschalt und betoniert", zählt Fiebich auf. Das Isolieren und Dämmen der Außenwände, die Dachdeckung mit entsprechender Entwässerung und die Innenverkleidung aus Holz gehörten außerdem zu den Aufgaben der Vereinsmitglieder. "Natürlich ist das Ganze unter Anleitung eines Zimmermanns passiert", so Fiebich.

Insgesamt sind 15 Helfer seit Mitte April im Einsatz, der trockene Sommer kam den Helfern sehr entgegen. "Wir können natürlich nur am Wochenende und nach Feierabend arbeiten", sagt Fiebich. Je nach Aufgaben und Zeit waren zwischen drei und fünf Helfer im Einsatz."

Nachwuchstrainer Peter Schneider weiß, wie wichtig die neue Anlage ist: "Als Trainingsstützpunkt müssen wir den Kindern und Jugendlichen entsprechende Möglichkeiten zum Training bieten." Bisher durfte der Nachwuchs an der normalen Anlage ran. Das gehe eigentlich nicht wirklich gut, meint Vereinsvorsitzender Bernd Rossius: "Die Kinder sollen hier eine Anlage vorfinden, auf die sie auch zu Wettkämpfen treffen." Schließlich ist der Pöhlaer Sportschützennachwuchs sogar auf Bundesebene aktiv. Noch bis zum Sonntag läuft beispielsweise in München die Deutsche Meisterschaft, bei der Jakob Neubert (17) mit der Sportpistole und Fritz Schubert (15) mit der Luftpistole antreten.

Die neue Anlage bietet außerdem die Möglichkeit, in Pöhla Wettkämpfe im Nachwuchsbereich auszurichten. Die Kosten für die neue Schießanlage liegen bei insgesamt 32.000 Euro, weiß Fiebich. Darin enthalten sind Material, Fremd- und Eigenleistungen. "Von der Sächsischen Aufbaubank haben wir 13.000 Euro Fördermittel, von der Stadt 14.000 Euro erhalten", so der Bauleiter: "Der Rest sind Eigenmittel und Eigenleistung."

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